Aktuelles

Carolina Panthers – im Kampf um die Playoffs

carolina panthers – im kampf um die playoffs

Mit sechs Siegen und nur drei Niederlagen stehen die Carolina Panthers in Woche zehn an Position zwei der starken NFC South. Nach einer enttäuschenden letzten Spielzeit meldet sich der Superbowl Teilnehmer von 2015 wiedererstarkt zurück. Woche für  Woche fabrizieren sie anschaulichsten Offensiv Football und haben solide Chancen in die Playoffs zu kommen, wenn auch über die Wildcard Round. Höchste Zeit sie einmal stärker in den Fokus zu rücken.

der spielplan

In der ersten Saisonhälfte hatte Carolina eindeutig die einfacheren acht Spiele, im Vergleich zu den danach anstehenden Partien. Gegen Teams wie den Dallas Cowboys, den New York Giants und den Tampa Bay Buccaneers waren, für die Ambitionen der Franchise, Siege schon fast Pflicht. Diese Erwartungen erfüllte das Team auch. Zwar verloren sie in Woche zwei gegen die von Verletzungspech verfolgten Atlanta Falcons, dafür konnten sie in Woche sieben mit einem Sieg über den amtierenden Superbowl Champion für eine kleine Überraschung sorgen.

Viermal müssen sie in den kommenden sieben Spielen noch gegen die direkte Konkurrenz aus der eigenen Division ran. Darunter zwei Spiele gegen die Mannen des MVP-Kandidaten Drew Brees (39, QB). Die New Orleans Saints stehen an der Spitze der AFC South und gelten schon jetzt als einer der heißesten Favoriten auf die Vince Lombardi Trophy. An ihnen scheint ein Vorbeikommen unmöglich zu sein, in die Playoffs geht es also nur über die Wildcard Round.

WocheGegnerStanding
11@ Detroit Lions3-5
12vs. Seattle Seahawks4-4
13@ Tampa Bay Buccaneers3-5
14@ Cleveland Browns2-6-1
15vs. New Orleans Saints7-1
16vs. Atlanta Falcons4-4
17@ New Orleans Saints7-1

flexible offensive läuft und läuft und läuft…

Das Prunkstück der Franchise stellt eindeutig das Laufspiel in der Offensive. Hier belegen sie Platz zwei der NFL in Rushing Yards (1246 Yards), vor den San Francisco 49ers (1212 Yards) und hinter den LA Rams (1299 Yards). Außerdem erlief man insgesamt zwölf Touchdowns, nur die New Orleans Saints schafften bisher mehr (14). Der beste Läufer des Teams ist Christian McCaffrey (22, RB), der Erstrundenpick letzten Jahres lief bereits für 579 Yards und vier Touchdowns. Direkt dahinter der Franchise Quarterback Cam Newton (29), mit 352 Yards und vier Touchdowns.

Embed from Getty Images

newtons bisher effektivste saison

Mit McCaffrey, vielen kreativen Laufspielzügen über ihre Wide Receiver und mit dem athletischsten Spielmacher der Liga, stellt Ron Rivera (56, HC) eines der im Lauf unberechenbarsten Offensiv Teams der NFL. Aber auch im Passspiel sind die Panthers dieses Jahr stark. Der sonst mit sehr riskanter Spielweise auffallende Cam Newton, überzeugt mit sicheren Würfen und wenigen Fehlern. Schon vor der Saison kündigte der Head Coach an, mehr Effizienz und Sicherheit in die Würfe Newtons bekommen zu wollen. Und er scheint Erfolg zu haben. Noch nie brachte der dreimalige Pro Bowler prozentual so viele Pässe an den Mann wie dieses Jahr (67,3 %) und mit gerade mal fünf Interceptions könnte er bis Februar seine eigene Bestmarke von zehn Pässen zum Gegner einstellen.

Embed from Getty Images

Erst zum zweiten Mal spielt der einmalige MVP im Bereich eines 100er Passer Ratings. Dies gelang ihm zuletzt 2015 und damals schaffte es Carolina in den Superbowl. Dort scheiterten sie aber dann am „Sheriff“, Peyton Manning (42, QB) und der Bomben Defensive der Denver Broncos. Vielleicht schafft er es dieses Jahr sogar erneut nach seiner Debüt Saison die magische Grenze von 4000 Passing Yards zu knacken.

Doch wer fängt die Pässe des Quarterbacks? Auch hier ist Chiristian McCaffrey der Schlüsselspieler schlechthin. Mit 54 gefangen Bällen ist er Newtons Lieblingsziel, noch vor Devin Funchess (24, WR) und dem Erstrunden Rookie dieser Draft Generation, DJ Moore (21, WR). Trotz das Newton keinen wahren Top Receiver vor sich hat, schafft er es seine Würfe gut auf viele Ziele zu verteilen. Besonders in der Redzone gelang das. Schon acht verschiedene Spieler fingen mindestens einen Touchdown und das ganze obwohl Tight End Greg Olson (33) wegen eines Fußbruches erneut mehrere Wochen ausfiel.

viel erfahrung in der defensive

Schwenkt man den Blick auf die elf Spieler der Defensive erkennt man, dass die Verteidigung rund um einen der besten Linebacker der Liga, Luke Kuchly (27), gegen den Lauf die fünftbeste Werte der Liga stellt. Hier präsentiert sich die Front Seven in starker Form. Durchweg stößt man auf bekannte Namen mit jeder Menge Erfahrung. Selbst ein Urgestein der NFL erlebt in der Panthers Verteidigung seinen zweiten Frühling nach seiner Reise durch die NFC North.

Embed from Getty Images

Der 38-jährige Julius Peppers spielte bereits von 2002 bis 2009 für die Franchise, danach vier Jahre für die Chicago Bears, ehe er 2014 bis 2016 für die Cheeseheads in Green Bay auflief. Letztes Jahr kehrte er schließlich nach Charlotte zurück und zeigte warum er noch immer mit den jungen Wilden mithalten kann. Elf Sacks sammelte der neunmalige Pro Bowler über die ganze Saison. 2018 packte er mit Sack Nummer 155, 156 und 157 drei weitere auf sein Konto, nun belegt er schon Platz vier der Spieler mit den meisten Sacks aller Zeiten. Ausnahmewerte.

SaisonsSpieleTacklesSacksInterceptionsForced FumblesPro Bowls
17259705157.511529

Dieses Jahr stehen jedoch andere Charaktere im Rampenlicht. Defensive End Mario Addison (31) kann bereits 7,5 Sacks und zwei Forced Fumbles auf seine Agenda schreiben, ein Top zehn Wert der Liga. Der diesjährige zweitrunden Draftpick der Franchise, Donte Jackson (23, CB) sorgt bereits mit vier Interceptions ordentlich für Furore.

Die Defizite im Backfield wollte man mit einer namhaften Neuverpflichtung aus der Free Agency beseitigen. Eric Reid (25, S) ist eindeutig eine Verstärkung für die im Pass anfälligen Defensive Backs. Im Donnerstag-Nacht-Spiel wurde Carolina aber wiedermal aufgezeigt wo ihre Schwächen liegen. Während die Laufverteidigung den fantastisch aufspielenden James Conner (23, RB) bei gerademal 65 erlaufenen Yards hielt, zeigte sich die Socondary erschreckend durcheinander. Ben Roethlisberger (36, QB) führte die Defensive mit seiner Saisonbestleistung und fünf gepassten Touchdowns vor. Schließlich siegten die Pittsburgh Steelers mit 52 zu 21.

25 jähriges jubiläum

Pünktlich zum 25. Jahrestag präsentieren sich die Panthers trotzdem stark wie selten zuvor. Behält das Team diese Form, kann ihnen kaum einer aus der NFC ihren Wildcard Platz streitig machen. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass der Gegner dann aus der NFC North kommt, egal ob das nun die Chicago Bears, die Minnesota Vikings oder die Green Bay Packers sind, in der Wild Card Round stünde Carolina dann eine schwere Aufgabe bevor.

To Top