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Draft 2017 – Gewinner & Verlierer

Draft 2017 – Gewinner & Verlierer

Der Draft 2017 ist vorbei. Zeit, das Ganze sacken zu lassen und über den Stand der Dinge zu sprechen. Natürlich gab es auch dieses Jahr wieder Gewinner und Verlierer. Während es für die ein oder andere Franchise voll und ganz nach Plan lief, mussten andere den ein oder anderen Rückschlag einstecken.

Gewinner

Cleveland Browns

Kann man hier vom großen Gewinner sprechen? Ich denke mit dem ersten Pick im ganzen Draft und der daraus resultierenden Wahl auf Myles Garrett (21, DE Texas A&M) hat man alles richtig gemacht. Letztlich wurde das 12. Auswahlrecht an die Houston Texans getradet, was dazu führte das man in der ersten Runde anstatt zwei, dreimal Wählen durfte.

Insgesamt haben die Browns sich gut verstärken können, weshalb aber kein Playoff-Run in dieser oder nächsten Saison erwartet werden kann. Dies sieht man auch an dem Talent was sie geholt haben. Lediglich Myles Garrett ist zuzutrauen von Beginn an einen richtig großen Einfluss zu haben. Alle weiteren Spieler sind viel versprechend aber eben noch jung und müssen geformt werden. Für die kommenden Jahre haben sich die Browns auch was Draft Picks angeht gut aufgestellt.

San Francisco 49ers

Es war eines der Highlights des gesamten Drafts und ein Geniestreich am ersten Tag des Drafts! Die 49ers Traden ihren Nr. 2 Overall Pick zu den Chicago Bears und erhalten im Gegenzug den dritten Overall Pick, Pick 67 und 111 im Draft 2017, sowie einen Dritt-Runden-Pick 2018. Wenn man dann noch bedenkt das mit sehr großer Wahrscheinlichkeit die Bears einen Spieler gedrafted haben den die 49ers gar nicht genommen hätten, muss man sagen, alles richtig gemacht!

Insgesamt hat San Francisco über die kompletten drei Tage sehr gut agiert. Es wurden womöglich Lücken gestopft und viel Talent geholt um in den nächsten Jahren besser abzuschneiden wie vergangenes Jahr. Hier merkt man doch deutlich den Einfluss des neuen General Managers John Lynch, der eben auf lange Sicht denkt hat.

Green Bay Packers

Also man kann schon sagen, dass Tag eins bzw. Tag zwei ganz im Sinne der Cheeseheads gelaufen ist. Den Erst-Runden-Pick hat man zu den Browns getradet um vier Picks später dann doch einen Spieler zu bekommen der sicherlich ganz oben auf der Liste stand. Kevin King (21, CB, Washington) ist ein vielversprechendes Talent und bringt den Packers auch endlich Größe und physische Stärke auf seiner Position.

Ähnlich ging es weiter. Alle Lücken konnten geschlossen werden. Gute Spieler für die Secondary, die Defensive Line konnte verstärkt werden, Linebacker Vince Biegel (23, Wisconsin) ist ein regionales Talent welches die Chance erhält vor seiner Haustüre zu spielen. Man kann sicherlich sagen, dass die Packers einen guten Job gemacht haben und nun sicherlich noch besser für einen möglichen Super Bowl Run aufgestellt sind. Da haben die Cheeseheads allen Grund zum Lachen.

Verlierer

Chicago Bears

Warum sind die Bears für mich Verlierer? Ich möchte hierbei zunächst nicht auf die Tatsache eingehen das sie Mitch Trubisky (22, QB, North Carolina) als zweiten Overall Pick gedrafted haben, sondern, dass sie dafür getradet haben. Freilich benötigen auch die 49ers einen Quarterback aber ich glaube nicht das Trubisky von den 49ers gedrafted worden wäre. Selbst wenn, dann hätte es aber noch Alternativen gegeben.

Trubisky ist zwar ein sehr talentierter Spieler aber für viele Experten nicht der beste des Drafts gewesen. Nun setzt man sich selbst als Franchise und den Spieler enorm unter Druck. War es doch sehr kostspielig, den einen Spot nach oben zu traden, um sehr viel Risiko zu gehen und einen Spieler zu holen, der gerade mal eine Saison im College als Starting-QB gespielt hat.

New Orleans Saints

Also so richtige Verlierer sind die Saints natürlich nicht, da sie wirklich gute Spieler holen konnten aber sie hatten auch sehr viel Pech. Mit Quarterback Drew Brees, der mittlerweile auch schon 38 ist, wurde erwartet, dass die Saints relativ früh zu einem Quarterback tendieren könnten. Dies dachten sich wohl auch die Kansas City Chiefs und tradeten einen Platz vor den Saints, um sich die Dienste von QB Patrick Mahomes II (21, Texas Tech) an 10. Stelle zu sichern.

Später in der ersten Runde tradeten die 49ers vor den Saints um sich Linebacker Reuben Foster (23, Alabama), ein Spieler der ebenfalls mit den Saints in Verbindung gebracht wurde zu schnappen. Somit hat man zwar in Marshon Lattimore (20, CB) und Ryan Ramczyk (22, Wisconsin) zwei richtig gute Spieler in der ersten Runde holen können, aber womöglich nicht die Wunschkandidaten.

Insgesamt möchte ich natürlich festhalten das es bei 32 Teams so einige gab, die ihre Hausaufgaben gemacht haben. Das ein oder andere Team hat es aber aus diversen Gründen mehr ins Rampenlicht geschafft als andere. Am Ende kann man doch erst nach mehreren Jahren sagen, ob eine Draft-Klasse wirklich das gehalten hat, was sie versprochen hat.

Der ein oder andere Spieler wird seine Kritiker überzeugen, andere werden nach kürzester Zeit aus dem Rampenlicht verschwinden. So ist das nun mal, aber stand heute ist es eben wie es ist. Interessant werden noch die nächsten Tage nach dem Draft sein, wenn die ungedrafteten Free Agent Rookies von Teams unter Vertrag genommen werden. Ab sofort steht uns eine aufregende Vorbereitungsphase bevor.

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