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Free Agency 2018 – Gewinner & Verlierer

Free Agency 2018 – Gewinner & Verlierer

Bei allem gibt es Gewinner und Verlierer. Während die Free Agency noch im Gange ist, kann man bereits jetzt für einige Teams ein Fazit ziehen. Obwohl diese Phase der Saison noch nicht komplett beendet ist, lassen sich schon erste Ausrufezeichen setzen.

Gewinner

Los Angeles Rams

Was die Los Angeles Rams bislang in der Offseason machen, ist ein klares Ausrufezeichen an die gesamte Liga! Es ist nicht so, dass man mit viel Geld um sich wirft und große Namen verpflichtet. Es ist die Art und Weise wie man den Kader verbessert hat. Schaut man sich mal die Cornerback Position an. Obwohl man mit Trumaine Johnson (28, CB) einen der Besten auf seiner Position verloren hat, schaffte man es, für mehr als adäquaten Ersatz zu sorgen.

Mit den Verpflichtungen von Marcus Peters (25, CB), Sam Shields (30, CB) und Aqib Talib (32, CB) hat man sich keineswegs auf dieser Position verschlechtert. Auch die Abgänge von Robert Quinn (27, DE) und Alec Ogletree (26, MLB) stellten sich noch als gutes Geschäft heraus. Man sorgte nicht nur für finanziellen Spielraum, sondern bekam auch noch Draft Picks obendrauf.

Aufgrund der jüngsten Verpflichtung von Ndamukong Suh (31, DT) wird man kommende Saison gemeinsam mit Aaron Donald (26, DT) eines der besten Pass-Rush-Duos der gesamten Liga stellen. Zwei Spieler die sicherlich den ein oder anderen Quarterback den Schweis auf die Stirn treiben lässt. Man hat Spieler verloren, ja, aber was man im Gegenzug bislang bekommen hat ist absolute extra Klasse!

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Philadelphia Eagles

Der amtierende Super Bowl Champion wird wohl keineswegs schlechter sein als letzte Saison. Dafür hat man in der Offseason bislang einen zu guten Job gemacht. Die Moves des Champions sind alle samt mit Sinn und Verstand vollzogen worden. So hat man mit Defensive End Michael Bennett (32) einen erfahrenen Spieler geholt, der weiß, wie man Druck auf den Quarterback ausübt.

Auch der Trade für Daryl Worley (23, CB) ist angesichts der Schwäche auf dieser Position als Erfolg zu werten. Man hat den Spieler zu einem angemessenen Preis bekommen, der dem Team sicherlich weiterhelfen wird. Ebenfalls lobenswert ist die Tatsache, dass man Nigel Bradham (28, OLB) wieder unter Vertrag nehmen konnte. Der Free Agent unterschrieb einen neuen fünf Jahres Vertrag und bindet sich damit langfristig an die Franchise.

Was weiterhin folgte, waren solide Verpflichtungen, wobei jene auf der Wide Receiver Position noch etwas hervor sticht. Während man Torrey Smith (29, WR) an die Carolina Panthers im Worley-Trade abgegeben hat, holte man kurzerhand Mike Wallace (31). In meinen Augen noch mal eine Verbesserung zu Smith. Strategisch einwandfrei was in Philadelphia fabriziert wurde. Man baute um das bestehende Championship Team weiter auf.

San Francisco 49ers

Für mich ein klares Zeichen für die Zukunft was das Team von der Bay Area gesendet hat. Der Wiederaufbau schreitet voran und nimmt langsam aber sicher auch Konturen an. Mit Jimmy Garoppolo (26, QB) hat man einen jungen Spieler mit ungemein viel Potenzial verpflichtet. Er wird zukünftig der Spielmacher der 49ers sein und gilt unter Experten als der nächste Superstar.

Ein klares Zeichen war ebenfalls, dass sich Richard Sherman (29, CB) entschied für San Francisco zu unterzeichnen. Sherman ist der wohl beste Cornerback der vergangenen Jahre. Einen Spieler wie diesen verpflichtet zu haben, sendet ein klares Signal an die Konkurrenz. Man möchte wieder um den Titel mitspielen. Der nächste Schritt werden die diesjährigen Playoffs sein. Im Übrigen mit knapp $ 40.000.000 Platz zur Gehaltsobergrenze können wir auch noch den ein oder anderen hochkarätigen Transfer erwarten.

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Verlierer

New England Patriots

Während in der letzten Offseason die Patriots groß aufgetrumpft haben, steht es dieses Jahr etwas anders um den Super Bowl Verlierer. So glänzte man bislang überwiegend durch große Verlustmeldungen. Kurz nach dem Super Bowl wurde der Abgang des Defensive Coordinators Matt Patricia (43) bekannt. Dieser ist mittlerweile Head Coach der Detroit Lions. Als Spieler verlor man unter anderem Danny Amendola (32, WR) welcher in den letzten Saisons gerade in den Playoffs zu überzeugen wusste.

Mit dem Nicht-Einsatz im Super Bowl stand der Verlust von Cornerback Malcolm Butler (28) recht zeitig fest. Dieser wird fortan bei den Tennessee Titans sein Können unter Beweis stellen. Ein ebenfalls herber Verlust ist Nate Solder (29, OT). Solder wurde in der ersten Runde gedrafted und beschützte seit 2011 die Blind Side von G.O.A.T Tom Brady (40, QB). Zu allem Überfluss verlor man auch noch seinen wichtigsten Running Back. Mit Dion Lewis (27) verliert man einen extrem variablen, schnellen und beweglichen Läufer. Dieser wechselte ebenfalls zu den Tennessee Titans und kassiert dort ordentlich ab.

Dass in New England bei dem ein oder anderen Abgang natürlich keiner in Panik ausbrechen wird, zeigt die Vergangenheit. Trotzdem reden wir hier nur über die Free Agency Periode und hierbei hat man mehr schlecht als recht ausgeschaut.

Seattle Seahawks

Im Moment stehen die Seahawks etwas gebeutelt da. Richard Sherman wollte die Franchise verlassen. Man tat ihn zwar den Gefallen, bekam dafür aber weniger als man sicherlich erwartete. Für einem Verlust dieses Kalibers konnte man bislang noch nicht wirklich reagieren.

Das gleiche gilt für Michael Bennett (32, DE), welcher wie bereits erwähnt zu den Philadelphia Eagles wechselte. Ebenfalls ein herber Abgang für die Seahawks. Genauso muss auch Jimmy Graham (31) noch verarbeitet werden. Freilich ist Graham nicht die Megawaffe für Seattle gewesen, wie er es einst bei den New Orleans Saints war. Dennoch ist es ein Top Spieler auf seiner Position. Der Tight End wird den Seahawks ebenfalls erheblich fehlen.

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Von der einst so unglaublich starken „Legion of Boom“ bleibt somit unter dem Strich nur noch Earl Thomas (28, FS) übrig. Das zeigt den großen Umbruch welcher mittlerweile hinter der Franchise liegt. Nachdem man bereits letzte Saison die Playoffs verpasste, wird es dieses Jahr mit diesen Abgängen sicherlich nicht einfacher werden.

Indianapolis Colts

Die Indianapolis Colts sind fast $ 60.000.000 unter der Gehaltsobergrenze und haben in der bisherigen Offseason noch kaum etwas auf die Beine gestellt. Die jüngsten Verpflichtungen vor wenigen Tagen wirkten fast so als wollte man nun endlich den Fans mal etwas präsentieren. Fünf Spieler nahm man vergangene Woche unter Vertrag. Alles jedoch nur Kurzzeitverträge von ein bis zwei Jahren.

Hinzu kommt noch der ganze Tohuwabohu mit Patriots Offensive Coordinator Josh McDaniels (41). Kurz nach dem Super Bowl wurde dieser von den Colts bereits als neuer Head Coach verkündet. McDaniels machte jedoch noch am gleichen Tag einen Rückzieher und bleibt somit in New England. Eine Tatsache die natürlich auch die weiteren Aktivitäten der Franchise in Sachen Free Agency einschränkte. Wenigstens hat man mittlerweile mit Frank Reich (56) einen neuen Head Coach gefunden.

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