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Green Bay Packers – Totgeglaubte Leben Länger

Green Bay Packers – Totgeglaubte Leben Länger

Als sich Megastar Aaron Rodgers (34, QB) in der sechsten Woche der laufenden Saison das Schlüsselbein in der rechten Schulter brach, haben wohl nicht wenige Experten bereits einen Haken hinter die Saison der Green Bay Packers gemacht. Nun steht seine Rückkehr bevor. Mit einem starken Endspurt erhoffen sich die Packers, es doch noch in die Playoffs zu schaffen.

Hundley Hält Packers Auf Kurs

Nur sehr wenige hatten Back-Up-Quarterback Brett Hundley (24, QB) eine solche Leistung zugetraut. Obwohl die Packers unter seiner Führung viermal verloren, schaffte der Jungstar immerhin auch drei Siege, welche die Playoff-Hoffnungen am Leben erhielten. Zwar darf man sich nun keine Fehler mehr erlauben, aber man hat es mitunter selbst in der Hand.

Hundley führte sein Team zu Siegen gegen die Chicago Bears (4 – 9 – 0), Tampa Bay Buccaneers (4 – 9 – 0) und Cleveland Browns (0 – 13 – 0). OK, die Statistik der Teams verrät, das man hier gegen eher schlechtere Teams der Liga gewonnen hat. Und ja, man musste gegen die Bucs und Browns jeweils in die Overtime, aber man hat sie gewonnen und das ist es was zählt! Mit einer Bilanz von aktuell 7 – 6 – 0 hat Hundley sein Team weiterhin im Playoff-Rennen gehalten.

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Angesichts der anstehenden Spiele, ist es nun aber nicht von Nachteil, dass der König des Nordens selbst wieder zurückkehrt. Eines soll bereits gesagt sein, man benötigt Rodgers in Bestform! Das Restprogramm der Packers hat es wahrlich in sich. Voraussichtlich wird Rodgers sein Comeback am kommenden Sonntag bei den Carolina Panthers (9 – 4 – 0) feiern. Die Panthers führen derweil die NFC South an und befinden sich auch in optimaler Lage die Division für sich zu entscheiden.

Im Anschluss folgen zwei schwere Divisionsspiele gegen die Minnesota Vikings (10 – 3 – 0) und Detroit Lions (7 – 6 – 0). Wobei man im Spiel gegen die Vikings auf die Revange von Rodgers gespannt sein darf. Schließlich hat er sich damals im Hinspiel an seiner Schulter verletzt. Es gibt also noch ein Hühnchen zu rupfen.

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Zustand Von Rodgers Fraglich

Bevor es zu diesen heißen Showdowns kommt, muss man sich aber ehrlich fragen, in welchem Zustand sich der Megastar befindet. Schließlich hat sich der Spieler ja an seinem Wurfarm verletzt. Nicht wenige halten ein Comeback bereits in dieser Spielzeit für sehr gewagt. Realistischerweise muss gesagt werden, dass A-Rod sogar seine Karriere auf’s Spiel setzt. Kaum auszumalen was passieren würde, wenn er erneut an seiner Schulter getroffen wird.

Mitunter könnte er auch aufgrund der langen Pause etwas eingerostet sein. Dies sollte jedoch eine Tatsache sein, die nicht zwangsläufig eintritt. Schließlich reden wir hier von Aaron Rodgers. Kein Quarterback ist statistisch gesehen besser als er. Mit einem Karriere Rating von 104.1 hängt er jeden anderen Spieler auf seiner Position weit ab. Nun wird er zurückkehren und den Verteidigungen das Fürchten lehren.

Eine Situation, die aber auch sehr viel Mut und Ehrgeiz abverlangt. Beides Attribute welche Rodgers durch seine gesamte Karriere begleitet haben. Dass er immer für ein Wunder zu haben ist, hat er bereits mehrfach bewiesen. Es würde mich nicht wundern, wenn die Packers es tatsächlich noch in die Playoffs schaffen würden. Nachdem man aktuell auf Rang 9 der NFC Rangiert müsste man jedoch erst noch drei Plätze gut machen, um sich zumindest für die Wild Card zu qualifizieren.

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Offensive Wartet Auf Den Anführer

Obwohl, wie bereits erwähnt, Brett Hundley einen ordentlichen Job machte, musste Green Bay ohne ihren Anführer etwas Schlagkraft in der Offensive einbüßen. Ohne Rodgers gelang es nicht ein Mal über 30 Punkte zu erzielen. Im Schnitt erzielte das Team ohne ihn 18.5 Punkte pro Spiel. Mit Rodgers waren es 27.4, also fast 10 Punkte mehr!

Wer sich also jetzt die detaillierten Statistiken der Packers anschaut, sollte das Team nun nicht mehr danach bemessen. Mit ihrem König, so bin ich mir sicher, wird das Team wesentlich gefährlicher werden. Dann sind das wieder die Packers, die vor der Saison als Super Bowl Kandidat gehandelt wurden. Und all das obwohl man vor zwei Monaten die Saison der Grünen bereits als vorzeitig beendet erklärt hat.

Ich bin gespannt in welche Richtung es fortan weiter geht, aber wir wissen ja alle, totgeglaubte leben länger! Und aus vergangener Saison weiß die Nummer 12 wie es ist, wenn man sich keine Fehler mehr erlauben darf. Denn nun heißt es auch in diesem Jahr „run the table“.

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