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Indianapolis Colts – Ohne Superstar Gut Drauf

INDIANAPOLIS COLTS – OHNE SUPERSTAR GUT DRAUF

Die Indianapolis Colts, eines der traditionsreichsten Teams der National Football League, stehen in der Saison 2023 vor einer aufregenden Herausforderung. Mit einer Kombination aus bewährten Veteranen, aufstrebenden Talenten und einer erneuten Führungsrolle in der AFC South Division sind die Erwartungen hoch, dass sie in dieser Spielzeit Erfolg haben werden. Vor der Saison kehrten allerdings Unruhen in den reihen der Franchise ein, weshalb es etwas überraschend ist, dass die Colts momentan auf Rang eins der AFC South stehen.

DIE HISTORIE

Die Geschichte der Indianapolis Colts ist reich an Erfolgen. Das Team wurde 1953 in Baltimore, Maryland, gegründet und spielte dort bis 1984, bevor es nach Indianapolis, Indiana, umzog. Die Colts sind für ihre erfolgreichen Jahre in Baltimore sowie für die Ära mit Quarterback-Ikone Peyton Manning (47) in Indianapolis bekannt.

Die Manning-Ära brachte den Colts ihren bisher einzigen Super-Bowl-Titel (Super Bowl XLI im Jahr 2007) ein und prägte eine ganze Generation von Fans. Nach Mannings Abgang und einer Zeit der Unsicherheit erlebte das Team eine neue Blüte unter Quarterback Andrew Luck (34), bevor dieser überraschend früh zurücktrat und seine Karriere beendete. In der Saison 2023 sind die Colts bereit, das nächste Kapitel ihrer Geschichte zu schreiben.

Neue und alte Gesichter

Die aktuelle Mannschaft der Colts verfügt über eine gute Mischung aus Erfahrung und jugendlichem Elan. Die Quarterback-Position, die einst von Carson Wentz (30) als Hoffnungsträger besetzt war, wurde durch einen neuen Starter besetzt. Wentz hat die Colts verlassen und wurde zu den Washington Commanders getradet. Die Verantwortung für die Offensive sollte nun in den Händen eines neuen Signal Callers ruhen. Anthony Richardson (21) kam als vierter Pick overall nach Indianapolis und sollte das neue Gesicht der Franchise werden. Leider zog er sich bereits in seiner zweiten Partie eine Gehirnerschütterung zu, welche ihn bis jetzt vom Feld hielt. Richardson wurde allerdings sehr gut ersetzt. Gardner Minshew (27) konnte in den beiden Partien als Ersatz jeweils als Sieger vom Platz gehen. Heute Abend wird der Rookie wieder die Schuhe schnüren und als Passgeber Nummer eins auflaufen.

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Ein Spieler, der in der Saison 2023 im Mittelpunkt steht, ist Running Back Jonathan Taylor (24). Taylor hat sich als einer der besten Running Backs der Liga etabliert und wird als Schlüsselspieler für die Colts angesehen. Seine Fähigkeit, sowohl in der Rushing- als auch in der Receiving-Kategorie herausragend zu sein, macht ihn zu einer ernsthaften Bedrohung für die Verteidigungen der Gegner. Doch bereits vor der regulären Spielzeit brodelte die Gerüchteküche. Taylors Rookievertrag läuft nach der aktuellen Saison aus, weshalb der Runningback schon jetzt eine Vertragsverlängerung mit entsprechender Bezahlung forderte. Doch die Führungsetage und der 24-jährige konnten sich nicht einigen, weshalb die Fronten nun komplett verhärtet sind. Hinzu kam eine angelbliche Rückenverletzung Taylors, von der er selbst allerdings nichts wissen will. Momentan befindet er sich auf der PUP-List, welche ihn bis Woche fünf nicht erlaubt aufzulaufen. Immer wieder kursieren nun Trade Gerüchte und die Zukunft des Runningbacks ist weiter offen.

Als Anspielstation gibt es für Richardson und Minshew einen Go-To-Guy. Michael Pittman Jr. (25) avancierte seitdem er 2020 in Runde zwei von den Colts ausgewählt wurde immer weiter zum Receiver Star. Bisher konnte er einmal die 1000 Yards Receiving überschreiten und verpasste diese Marke letzte Saison nur knapp um 75 Yards. Mit seinen 99 Catches 2022 passierte er außerdem beinahe die 100 Catches Marke. Pittman perform dieses Jahr, wie man es sich für die Nummer eins im Receiving Game wünscht. Trotz der wechselnden Passgeber kommt er auf zweimal acht und einmal neun Receptions in den ersten drei Partien.

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Defensiv gibt es besonders einen Akteur den man im Auge behalten sollte. Kwity Paye (24) ist das Nachwuchstalent der Defensive Line, der im NFL-Draft 2021 von den Indianapolis Colts ausgewählt wurde. Er wurde am 19. November 1998 in Guinea, Westafrika, geboren und wuchs in den Vereinigten Staaten auf. Paye besitzt sowohl die amerikanische als auch die liberianische Staatsbürgerschaft. Nach zwei eher mittelmäßigen Spielzeiten, scheint er nun richtig aufzublühen. In allen drei Spielen konnte er einen Sack erzielen und hat schon jetzt fast die vier Sacks aus seiner Rookie-Saison aufgeholt.

Schwächelnde Division

Unter der Leitung von Frank Reich (61) als Head Coach, steht man nun erneut an der Spitze der AFC South. Alle anderen Teams der Division tuen sich schwer in die Saison zu kommen und schwächeln. Die Jacksonville Jaguars hatten mit ihrem Star Trevor Lawrence (23) sehr große Erwartungen an die Spielzeit und sahen sich schon im Super Bowl. Die Tennessee Titans kommen überhaupt nicht in Fahrt, sinnbildlich steht hierfür Star-Runningback Derrick Henry (29) welcher geradeso 3 Yards pro Carry vorweisen kann. Lediglich die Houston Texans können durch ihre niedrige Zielsetzung frei Aufspielen und verblüffen durch starkes Passspiel.

Die verbleibende Saison der Indianapolis Colts verspricht also Spannung sowie Unsicherheit in der AFC South. Es fällt unheimlich schwer die einzelnen Teams einzuschätzen und zu ahnen wohin die Reise der einzelnen Teams im Laufe der Spielzeit geht. Mit den richtigen Anpassungen, der Genesung der Verletzten und der Entfaltung ihres Potenzials könnten die Colts am Ende der Saison tatsächlich in die Playoffs einziehen.

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