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Indianapolis Colts – Playoffs Oder Nicht?

INDIANAPOLIS COLTS – PLAYOFFS ODER NICHT?

Letztes Jahr standen die Indianapolis Colts noch in den Playoffs und schafften auch noch fast einen Superbowlanwärter mit den Bills rauszuhauen, doch in diesem Jahr hat man nun schon zur Halbzeit der Saison mit fünf Niederlagen genauso viele kassiert, wie im gesamten letzten. Wird das dann überhaupt noch was mit den Playoffs? Aktuell sieht das eher schlecht aus, aber natürlich darf man die Colts in keinster weise ausschließen.

Schwerer Spielplan

Die Aktuelle Bilanz von fünf zu fünf spricht alles andere als für Playoffs. Allerdings haben die Colts dieses Jahr auch kein Glück mit ihrem Spielplan. In vier von den fünf Niederlagen spielte man gegen ein Team, das nun positiv steht. Und es geht nicht gerade besser weiter. Mit den Bills, den Bucs, den Patriots und den Cardinals, stehen vier weitere Superbowlcontender an. Man kann natürlich auch nicht alles auf den Spielplan schieben, denn die Titans, die die letzten Jahre immer ungefähr gleich gut wie die Colts waren, schafften es diese Teams zu besiegen. Also kann man sagen, dass die Titans etwas Abstand gewonnen haben.

Neuer Quarterback

Nachdem Philip Rivers (39) nach der letzten Saison seine Karriere beendete, musste ein neuer Quarterback her. Der Headcoach Frank Reich (59) hatte da auch schon einem im Blick: Carson Wentz (28), mit dem er einst einige Erfolge in Philadelphia feiern konnte. Allerdings ist das alles nicht so schön und gut, wie es sich anhört, denn Wentz kommt von einem Jahr 2020, in dem er zum Ende hin nicht mal mehr Starter war, sondern auf der Bank saß. Außerdem kommt er bei den Colts in eine Offense, die alles andere als zu den besten gehört. Größtes Problem hier sind die Passempfänger, den hier gibt es keinen richtigen Top-Star. Die letzten Jahre übernahm das T. Y. Hilton (32), aber er ist eben auch schon etwas älter und sein Körper lässt etwas nach. Außerdem draftete man 2020 Michael Pittman Jr. (24) in der zweiten Runde um mehr Anspielstationen zu schaffen. Das ganze ging für sein erstes Jahr allerdings nicht auf, da er einfach nicht die erwartete Leistung erbringen konnte. Dies ist aber ganz normal bei Receivern, da diese meist ein Jahr brauchen um in der Liga anzukommen. Nun in seinem zweiten Jahr ist er voll da und durch regelmäßige Ausfälle von Hilton die Lieblings Anspielstation von Wentz. Die ersten Wochen sah Wentz allerdings Gar nicht gut aus und musste mit zwei verstauchten Knöcheln kämpfen, weshalb er einige Fehler, die man von so einem erfahrenen Spieler eigentlich nicht kennt, machte. Oftmals hielt er den Ball einfach zu lange. Spätestens in Woche vier war er dann wegen seinen schlechten Leistungen in den Medien. In Indianapolis erhoffte man sich ein Upgrade zu Rivers durch Wentz. Doch dieses wurde erstmal alles andere als erfüllt. Mit Betonung auf erstmal, denn ab Woche fünf war er voll da und führte die Colts zu einem jetzigen 5:5.

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Nicht zu den Sternen, sondern zu neuen Spielern greifen?

Die Colts sind ein Team, dass aktuell eher aufs gewinnen hinaus ist und das sieht man auch. Doch irgendwie klappt das nicht so ganz. Im Moment steht man mit einer soliden Verteidigung und einer mittelmäßigen Offensive da, doch einige Top-Spieler sind nicht mehr die jüngsten und es muss für Nachfolger gesorgt werden. Deswegen sollten Indy vielleicht darüber nachdenken nicht nach ganz oben zu schauen, was aktuell nicht erreichbar ist, sondern auf ihre Zukunft, die nicht gut aussieht, wenn sie trotz schlechter Ausgangslage keine Schritte in die Zukunft, sondern in die Gegenwart machen. Es gibt einige Möglichkeiten, das alles etwas in den Griff zu bekommen. Die erste ist, dass Wentz weniger spielen muss, wenn die Playoffs sicher nicht mehr erreichbar sind. Denn wenn Wentz über 75 Prozent der Snaps spielt, dann müssen die Colts einen hohen Erstrundenpick an die Eagles abgeben. Wenn Wentz also das nächste mal nicht ganz Fit ist und sein Körper wieder Mengel aufweist, dann wird er ziemlich schnell „geschont“ werden, was eher bedeutet, dass Indy einfach nicht über diese 75 Prozent Marke kommen möchte. Das alles demotiviert natürlich sehr viele Fans, vor allem so früh in der Saison, doch man ist eben viel näher an einem neuen Youngstar, als einem Superbowl Titel.

Offense

Außer Carson Wentz müssen wir natürlich auch noch den Rest etwas genauer betrachten, denn hier sind noch ein paar einzelne Top-Stars. Ganz vorne dabei sind natürlich die Runningbacks und damit vor allem Jonathan Taylor (22). Der noch sehr junge Ballträger zeigt es gerade allen. Er fast ganz alleine trägt die Offensive der Colts. Woche für Woche macht er große Zahlen und das obwohl vor der Saison einige an ihm zweifelten, oder damit rechneten, dass er nicht richtig aufblühen kann, da Niheym Hines (25), neben Taylor eine zu große Rolle bekommt und ihm Bälle weg nimmt. Doch das alles hat sich perfekt eingespielt und jeder hat seine feste Rolle. Hines wird viel für besondere Spielsituationen und im Passspiel eingesetzt, während Taylor sonst immer Hinter Wentz steht, wenn es Hines eben nicht tut. Außerdem hat man noch einer der besten O-Lines, in der auch große Namen wie: Quenton Nelson (25) oder Eric Fisher (30) stehen. Sie geben Wentz Zeit, die er unbedingt braucht, um seine nötige Sicherheit zu bekommen und den Runningbacks große Lücken in der Gegnerischen Verteidigung für Liga Bestwerte.

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Defense

In Indianapolis lebte man die letzten Jahr eigentlich von der Verteidigung. Große Namen wie: DeForest Buckner (27) oder Darius Leonard (26), stehen hier auf dem Feld. Sie führen die Defense an und tragen einiges an Last für das gesamte Team. Doch in diesem Jahr sieht man davon nicht allzu viel. Ein paar Big Plays aber nichts konstantes. Gerade mal 4,5 Sacks konnte Buckner bis jetzt vollenden, was für ihn keine besonders gute Anzahl ist. Darius Leonard fällt wie jedes Jahr vor allem Vor allem durch sichere Tackles auf und gibt der Defense ein bisschen halt in der Mitte des Feldes. Gegen das Passspiel ist man allerdings nicht gut aufgestellt, was ungewohnt ist. Hier steht man im hintere viertel was es angeht, Yards zuzulassen. Was aber recht gut funktioniert ist, den Ball zu ergattern, das schafft vor allem die Laufverteidigung in dem sie den Ball vom Runningback trennen. Aber auch ein paar abgefangene Bälle waren dieses Jahr schon dabei. Doch warum ist die Verteidigung dann so instabil? Insgesamt lässt man dem Gegner zu viele Möglichkeiten den Ball zu bewegen. Man hat kein festes Standbein, bei dem man sagen kann, dass man sich zum Beispiel auf die Passverteidigung stützt, weil diese gut funktioniert und damit mehr wert auf die Laufverteidigung legen kann. Nein, egal ob Lauf oder Passspiel, die Verteidigung funktioniert nicht richtig. Wenn die Offense und die Defense Defizite hat, kommt eben ein 5:5 zu stande.

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