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Miami Dolphins – Namen Gehen, Namen Kommen

Miami Dolphins – Namen Gehen, Namen Kommen

Die Miami Dolphins versuchen seit Jahren die New England Patriots als Nummer eins der AFC East abzulösen. Bislang ist es in den letzten 18 Jahren nur ein Mal gelungen! Trotzdem gibt man im Sunshine State nicht auf. Die diesjährigen Offseason-Aktivitäten der Dolphins sorgen aber für geteilte Meinung. Während die einen von einem Erfolg sprechen, sagen andere eine schlechte Saison voraus.

Namenhafte Abgänge

Nehmen wir doch mal die bisherigen Aktivitäten genauer unter die Lupe. So stehen bei den Spielerabgängen auch ordentliche Namen auf der Liste. Besser gesagt große Namen! So hat man sich bewusst vom fünffachen Pro Bowler Ndamukong Suh (31, DT) getrennt. Ebenso erging es auch Center Mike Pouncey (28) und Tight End Julius Thomas (30). Während bei Jay Cutler (35, QB) schon vermutet wurde, dass es sicher bei seiner Verpflichtung lediglich um ein einjähriges Tannehill-Vertretungs-Abenteuer dreht. Dennoch große Namen, die man da zum Abschuss freigegeben hat. Aus Sicht der Fans verfrachtete man dann auch noch den Top Receiver der Franchise zu den Cleveland Browns, was für nicht wenige schon eine Katastrophe war. Jarvis Landry (25, WR) wird zukünftig im Norden die Bälle fangen.

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Ein recht rabiater Schritt, welchen die Dolphins gehen. Haben doch alle fünf Spieler zusammen 14 Pro Bowls gespielt! Dies zeigt, dass man künftig nicht mehr auf ganz große Spieler setzen möchte, sondern ein System schaffen möchte. Ein System, in dem diese vier Spieler möglicherweise als Individuallisten zu groß waren. Durch die Abgänge schafft man sich nun in den kommenden Jahren ordentlich Platz im Gehaltsgefüge, zumindest auf lange Sicht.

Dennoch ist es stets mit einer gehörigen Portion Vorsicht zu genießen, wenn man sehr viele Leistungsträger frei gibt. Die hinterlassenen Lücken müssen nun auch erst mal gefüllt werden und ob das so einwandfrei gelingt, bleibt abzuwarten. Fakt ist, dass die Dolphins viel Mut aufgebracht haben, um das Team umzustrukturieren. Ein Schuss der unter Umständen auch nach hinten losgehen kann.

Namenhafte Zugänge

Aufgrund der herben Abgänge, musste man von Seiten der Franchise natürlich reagieren. So wurde recht zügig Frank Gore (35, RB) verpflichtet. Auch wenn Gore schon ein paar Tage älter ist, kann er die jungen Spieler auf seiner Position führen.  Nicht umsonst hat Gore bereits über 14.000 Yards Raumgewinn erlaufen. Die vermeintlich größte Neuverpflichtung ist aber Robert Quinn (DE, 28). Quinn wurde zwei Mal zum Pro Bowl gewählt und kommt aus einer guten Saison.

Auch Josh Sitton (32, G) ist eine mehr als ordentliche Verstärkung. Ein absoluter Kollos, den man da in der Offensive Line erst mal wegräumen muss. Für meine Begriffe fehlte den Dolphins schon seit Jahren jemand wie Sitton. Von seinem zukünftigen Arbeitgeber wird der Blocker gut entlohnt. Generell landet man beim Anblick auf die Offseason-Aktivitäten der Dolphins auch irgendwie beim Geld.

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Fairerweise muss sich Miami nämlich eingestehen, dass nicht alles nach Plan verlief. Um vor allem auf der Receiverpostion nicht gänzlich mit heruntergelassenen Hosen dazustehen, versuchte man einen Star zu akquirieren. Dies gelang auch, jedoch müssen sich die Dolphins dies einiges über Wert kosten lassen. Danny Amendola (32, WR), welcher auch im Super Bowl für die New England Patriots aktiv war, lässt sich seinen Ausflug in den Süden ebenfalls ordentlich bezahlen.

Der 32 jährige bekommt in den nächsten zwei Jahren jeweils $ 6.000.000. Das ist gerade mal die Hälfte von dem, was Amendola in den Jahren bei den Pats erhalten hat. Man kann also sagen, dass die Dolphins ihre Abgänge mehr oder weniger gut kompensiert haben. Allein an verschwendetem Dead Money hätte man ein bis zwei Top Stars holen können.

Dead Money ist sogenanntes Totes Geld, welches auf die Gehaltsobergrenze angerechnet wird, obwohl das Team keinen Nutzen daraus hat. So entsteht das Tode Geld in Verbindung mit Cuts oder Trades. Fast $ 15.000.000 werden den Dolphins als Todes Geld angerechnet. Einer der Topwerte in der AFC. Allein der Cut von Suh kostet der Franchise auch 2018 noch $ 9.000.000!

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Das Ziel, die Patriots 2018 vom Thron der AFC East zu werfen, wird wahrscheinlich nicht erreicht werden. Hierzu hat man dann doch nicht den ganz breiten Kader. Dennoch glaube ich, dass Miami in der Lage ist, erneut um die Playoff-Plätze mitzuspielen. Voraussichtlich wird Ryan Tannehill (29, QB) wieder fit sein. Eine Tatsache, von der das gesamte Team profitieren wird. Der Spielmacher musste verletzungsbedingt auf die Saison 2017 verzichten. Nun möchte er wieder voll angreifen. Daher rechne ich auch mit einer Positiven Bilanz der Dolphins, für einen Playoff-Platz könnte es aber trotzdem eng werden.

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