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New Orleans Saints – Das Fenster Schliesst Sich

New Orleans Saints – Das Fenster Schließt sich

Schaut man sich die Quarterbacks der NFL an, so können die New Orleans Saints sich wahrlich glücklich schätzen. Mit Drew Brees (38, QB) verfügt man über eine Koryphäe. Dennoch müssen die Saints aufpassen, denn aufgrund des Alters von Brees, schließt sich das Fenster um nochmals den ganz großen Coup zu landen.

Enttäuschende Spielzeiten

Drew Brees ist auf einem guten Weg um neue Rekorde für Quarterbacks zu setzen. Er könnte seine Karriere mit den meisten Passing-Yards und Touchdowns beenden. Kein Spieler hat mehr Passing Yards-Saisons (5.000 +) als er. Ganze fünf Mal gelang ihm das Kunststück. Zweimal stand er knapp davor. Der Superstar welcher seit 2006 für New Orleans spielt, krönte sich und sein Team bereits zum Champion der NFL.

In der Saison 2008 entschied man den Super Bowl gegen die Indianapolis Colts um Peyton Manning mit 31 – 17 für sich. Natürlich wurde Brees auch zum M.V.P. ernannt. Mit einer überragenden Leistung konnte er sich endgültig in der Eliteklasse der Quarterbacks festsetzen. Der Erfolg des Teams ist seither allerdings sehr überschaubar. Lediglich zwei weitere Playoff Siege konnte man seit 2008 landen.

Der letzte Sieg in der Postseason liegt sogar schon vier Spielzeiten zurück. In den vergangenen Jahren enttäuschte man auf ganzer Linie. Zuletzt hieß die Bilanz am Ende der Saison drei Mal in Folge 7 – 9 – 0. Was also machen die Saints aus der unglaublichen Möglichkeit einen Quarterback wie Drew Brees in ihren Reihen zu haben? Obwohl natürlich die Offensive seit Jahren zu den Besten gehört, schafft man es nicht die Defensive entsprechend zu stärken.

Die vergangene Saison ist hierfür sinnbildlich. Während die Offense mit 29.3 Punkte pro Spiel auf Rang zwei der NFL rangiert, ist die Defense mit 28.4 erlaubten Punkte pro Spiel die zweit schlechteste in der Liga! Egal wo die Saints spielen, sie stehen für Punkte. Meist leider nicht mit dem besseren Ende für das Team von Sean Payton (53, Head Coach).

Sean Payton Angezählt?

Obwohl man Sean Payton in New Orleans sehr viel zu verdanken hat, kamen bereits erste Gerüchte kurz nach Ende der vergangenen Regular Season auf, das man bereit sei den Head Coach zu traden. Es kam zwar nicht so weit aber es dürfte auch Payton klar sein, dass er in den vergangenen Jahren es versäumte eine Mannschaft zusammen zu stellen die über Super Bowl Kaliber bzw. Playoff Potenzial verfügt. Einen Quarterback wie Brees gibt es nun mal nicht an jeder Ecke.

Auf der anderen Seite war es auch Payton der Brees erst nach New Orleans holte. Bei den Chargers, damals noch in San Diego war Brees sogar sehr umstritten. Sein Stern ging letztlich wirklich erst unter Sean Payton in New Orleans auf. Bemerkenswert für Sean Paytons Arbeit ist auch die Tatsache dass er ein 3 – 13 – 0 Team übernahm und 2006 auf anhieb ins NFC Championship Game führte.

Vor allem nach dem schweren Hurrikan Katrina, welcher New Orleans 2005 sehr stark beschädigte und auch Todesopfer im vierstelligen Bereich forderte, gaben die Saints der Stadt sehr viel Hoffnung zurück. Daher verbinden viele Menschen in Louisiana den Namen Brees und Payton mit der Auferstehung der Stadt New Orleans. Tausende Menschen feierten den Super Bowl Sieg, welcher nach dieser schweren Zeit endgültig das Lachen zurück in die Stadt brachte.

Sicherlich ist auch das ein Grund warum man sich von Seiten des Management entschied auf einen Trade vorerst zu verzichtet. Allerdings muss man sich bewusst sein, dass das Fenster für einen weiteren Super Bowl Sieg mit Drew Brees nicht mehr lange Dauern kann. Er befindet sich zweifelsohne auf der Zielgerade seiner Karriere. Sicherlich wird er noch ein paar Jahre spielen können, sofern er Verletzungsfrei bleibt. Jedes Jahr in dem man jetzt nicht um den Titel spielt, ist ein verlorenes.

Momentan bin ich pessimistisch ob es den Saints nochmals in der Ära Brees gelingt ein Team zu formen, welches reif für einen Super Bowl ist. Der aktuelle Kader ist nicht schlecht, aber Teams wie die Green Bay Packers, Dallas Cowboys, Seattle Seahawks, New York Giants oder der letztjähriger Super Bowl Teilnehmer und Division Rivale Atlanta Falcons, schätze ich bei weitem stärker ein.

In dieser Situation muss Sean Payton jetzt nochmals beweisen, dass er noch immer in der Lage ist, ein starkes Team zu formen und auf den Rasen zu bekommen. Der erste Ansatz hierbei muss ganz klar die Verteidigung sein. Zumindest so lange der zukünftige Hall Of Fame Quarterback noch teil seiner Mannschaft ist, sehe ich die Offensive stets sehr gut aufgestellt. Am Ende entscheiden Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage. Das erreichen der Playoffs wäre auf jeden Fall ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

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