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New Orleans Saints – Dynamic Duo & Balance

New Orleans Saints – Dynamic Duo & Balance

Im Vorfeld der letzten Saison hatte ich bemängelt, dass die New Orleans Saints während der Brees-Ära oftmals nicht den Kader hatten, um in die Playoffs einzuziehen. Ich sprach von fehlender Unterstützung und Konstanz. Daher hat es mich sehr gefreut, dass all dies in der letzten Saison vorhanden war. Endlich wurden die Saints mal wieder ihrem Quarterback gerecht und spielten eine starke Saison. Das Ende jedoch war mehr als nur bitter!

Der Tiefe Stachel

Ein einziges Play waren die New Orleans Saints vom Einzug in das NFC Championship Game entfernt! Unvergleichlich die Szenen welche sich im U.S. Bank Stadium am 14.01.2018 abspielten. Mit dem Ball an der eigenen 75 Yard Linie und nur noch wenige Sekunden auf der Uhr, beförderte Case Keenum (30, QB) den Ball in Richtung Stefon Diggs (24, WR). Der 1,83 Meter Große Receiver fing den Ball und sprintete in Richtung Endzone. Nach dem die Defensive Backs der Saints geschlafen hatten, konnte niemand mehr Diggs vom Touchdown abhalten.

Somit bezwangen die Minnesota Vikings die Saints und zogen ins NFC Championship Game ein. Ein Stachel der ungemein tief bei den Saints sitzen wird. Niemand vermochte zu verstehen, was da gerade geschehen war. Entsprechend spielten sich unglaubliche Szenen im Stadion ab. Die heimischen Vikings drehten verständlicherweise komplett durch! Während man das Geschehene versuchte zu verarbeiten, ging es sicherlich nicht Wenigen ähnlich wie mir. Fast schon eine Art Reizüberflutung, was da stattfand. Auf der einen Seite der Jubel der Vikings, während man aber auch mit den Saints fühlte.

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Man bekam das Gefühl, dass ganz New Orleans in diesem Moment erstarrte und in eine Schockstarre geriet. Obwohl gefühlt für mehrere Minuten die Zeit stehen zu bleiben schien und die Welt ins Stocken geraten ist, musste man der bitteren Tatsache ins Auge sehen. Trotz mehr als günstiger Voraussetzungen, hatte man das Spiel innerhalb eines Momentes hergeschenkt. Und das nach einer, nach mehreren Jahren wieder einmal tollen Saison der Saints.

All jene Sachen welche im Vorfeld der letzten Jahre von mir bemängelt wurden, konnte das Team über die meiste Zeit der Saison abstellen und sich so einen Platz in der Postseason sichern. Verdientermaßen schaffte man es dann auch ins Divisional Game. Leider jedoch nicht mit dem gewünschten Ausgang. Dennoch gibt die letztjährige Leistung auch Anlass optimistisch für 2018 zu sein. Dies liegt besonders an einem Duo!

Dynamic Duo

Das Mark Ingram (28, RB) ein verlässlicher Running Back ist, sollte den meisten Kennern der Liga klar sein. Seit Jahren spielt er nicht einfach nur gut, sondern ist auch sehr variabel einsetzbar. Egal ob als Läufer oder auch Passempfänger. Ingram macht Yards von der Line of Scrimmage. In der letzten Saison bekam er dann aber noch einen Companero an die Seite gestellt.

Der erst 22 jährige Rookie Alvin Kamara (RB) überzeugt auf der gleichen Position wie Ingram! Beide Spieler weisen große Ähnlichkeiten auf. Genauso wie Ingram, ist auch Kamara sehr flexibel im Passspiel einsetzbar. So fing der Youngster sogar fast doppelt so viel Yards Raumgewinn wie Ingram! In seinem ersten Jahr besorgte Kamara insgesamt 1.554 Yards Raumgewinn durch Läufe und Pässe. Eine unglaubliche Marke für jemanden, der in seinem ersten Profijahr spielte.

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Stellt man dann den beiden auch noch einen Quarterback wie Drew Brees (39) zur Seite, dann kann ja fast nicht viel schief gehen. Leider liegt hier die Betonung wirklich sehr stark auf fast. Denn dass es letzte Saison nicht mit dem Super Bowl klappte, lag am Ende mitunter an der Verteidigung. Als das Spiel gegen die Vikings verloren ging, befanden sich alle drei Leistungsträger am Spielfeldrand ohne die Möglichkeit eingreifen zu können.

Neuzugänge Auf Problempositionen

Das Problem, dass Brees, Ingram und Kamara nicht überall sein können, wurde natürlich auch von Head Coach Sean Payton (54) erkannt. Der erfahrene Super Bowl Sieger von 2009 hat entsprechende Neuzugänge verpflichtet, um die Problemzonen zu mindern. Hier fällt vor allem Kurt Coleman (30, SS) ins Gewicht. Der erfahrene Spieler ist als Defensive Back nahezu auf jeder Position einsetzbar, was für mehr Flexibilität sorgt. Ebenso ist auch die Verpflichtung von Patrick Robinson (30, CB) kein Rückschritt und sorgt für einen breiteren Kader.

Um die gegnerischen Quarterbacks weiterhin unter Druck setzen zu können, wurde George Johnson (30, DE) wieder unter Vertrag genommen. Auch weil Johnson noch nicht gänzlich der Mannschaft seinen Stempel aufdrücken konnte, erhält er Unterstützung von Alex Okafor (27, DE). Auch wenn Okafor keine Sack-Maschine wie andere Superstars ist, so ist er stets für die Erzeugung eines Turnovers zu haben. Wie man für Druck sorgt, weis er auf jeden Fall. Hier hat also New Orleans versucht sich zu verbessern und steht nun nicht unbedingt schlechter da wie letztes Jahr. Daher rechne ich auch 2018 mit einer Erfolgreichen Saison.

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In den letzten Jahren konnten die Saints jedoch nach einer guten Saison die Leistungen nicht mehr ganz bestätigen. Zuletzt schaffte man es 2010 und 2011 zweimal in Folge in die Playoffs. Danach fand man sich mehr oder weniger im Mittelfeld der Liga wieder. Die Zeichen für eine erfolgreiche Saison sehe ich in diesem Jahr aber trotzdem gegeben. Um den ganz großen Wurf zu schaffen, braucht es aber mehr als drei starke Spieler. Vielleicht kann diesmal auch die Defense ihren Teil zum Gesamtprodukt beitragen. Balance heißt wohl das Schlüsselwort der Saints. Ist diese gegeben, könnte es sogar bis in den Super Bowl reichen!

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