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New York Jets – Weit Weg Vom Broadway

New York Jets – Weit Weg Vom Broadway

Obwohl die New York Jets in der vergangenen Saison besser abgeschnitten haben als von vielen prognostiziert, gehören Sie aktuell nicht mal mehr zum Mittelmaß der Liga. Nachdem man vor der vergangenen Saison seinen Kader radikal umkrempelte und verjüngte, wurde in der Offseason darauf weiter aufgebaut. Wenig überraschend, haben die Jets somit ihr Erst-Runden Auswahlrecht im Draft 2018 für einen Quarterback verwendet.

Darnold Als Franchise Quarterback

Mit dem insgesamt dritten Auswahlrecht des diesjährigen Drafts, wählten die New York Jets Sam Darnold (20, QB) aus. Der Spielmacher der USC Trojans von der University of Southern California hat eine beachtliche Statistik vorzuweisen. Bereits im Vorfeld des Drafts galt Darnold als einer der Top Spieler auf seiner Position. Am Ende landete er bei den Jets.

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Um Darnold herum soll nun ein Team aufgebaut werden, welches in den nächsten zwei bis drei Jahren wieder um die Playoff-Plätze mitspielen kann. Wie schnell bzw. ob dieser Schritt gelingt hängt auch von der Entwicklung verschiedener Schlüsselspieler ab. Einer dieser Spieler ist nun Darnold. Der Quarterback selbst gibt sich selbstbewusst und traut sich den Starter-Job bereits in diesem Jahr zu. Auch wenn er wohl weiß, dass es nicht einfach werden wird.

Turning a franchise around is hard, but I’m always up for a challenge.

Sam Darnold

Dies zeigt, dass der junge Mann keine Angst davor hat Verantwortung zu übernehmen. Eine Eigenschaft die am Big Apple sicherlich gern gesehen wird. Liegen die Ruhmreichen Zeiten doch schon längst weit zurück.

„Broadway Joe“ Noch Immer Unantastbar

Mal ganz davon abgesehen, dass es die Jets zuletzt vor acht Jahren in die Playoffs schafften, der bislang einzige Super-Bowl-Erfolg feiert in diesem Jahr Jubiläum. In der Spielzeit von 1968, also vor sage und schreibe 50 Jahren, gelang es den Jets sich die Krone aufzusetzen.  Seither blieben alle Anstrengungen dieses Kunststück zu wiederholen ohne Erfolg.

Wie lange das her ist kann man an folgenden Punkten feststellen. Zum Besten Film des Jahres 1968 wurde „In Der Hitze Der Nacht“ mit dem Oscar ausgezeichnet. Während in Deutschland Heintje mit seinem gleichnamigen Album die Herzen eroberte. Und trotzdem hat es jemand in all diesen Jahren geschafft zu überdauern. Hall of Fame Quarterback Joe Namath (74) wird noch heute in New York verehrt wie kaum ein anderer.

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Aufgrund seiner unzähligen Eskapaden und seinem extravagantem Auftreten bekam Namath den Spitznamen „Broadway Joe“ von den Medien verpasst. Geht man noch heute durch die Straßen von New York gibt es kaum einen Einheimischen der ihn nicht kennt. „Broadway Joe“ war Kult und lässt noch heute die Fans an eine bessere Zeit zurück denken. Namath passte mit seiner Art und Spielweise in die Stadt. Ähnlich wie der Broadway brachte er das Stadion zum erleuchten. Davon ist die aktuelle Mannschaft weit entfernt.

Vertrauen Für Bowles

Trotz der beiden zuletzt durchwachsenen Spielzeiten von jeweils 5 – 11 – 0 wurde auf der Head Coach Position nichts verändert. Todd Bowles (54) hat auch für diese Saison das Vertrauen ausgesprochen bekommen. Ich glaube nicht, dass Bowels in der aktuellen Phase an seinen Ergebnissen auf dem Papier gemessen wird. Vielmehr muss ein insgesamter Schritt in die richtige Richtung sichtbar sein.

Ich spreche hier von der Art und Weise wie das Team performt, Weiterentwicklungen der einzelnen Mannschaftsteile, sowie Spieler und ein Konzept auf dem man Vertrauen kann. Ob am Ende vier oder sechs Siege auf der Haben Seite stehen, ist glaube ich in der aktuellen Situation mehr oder weniger zweitrangig. Daher bin ich gespannt, wie er nun mit dem Aufbau weiter voran schreitet.

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Sicher ist auf jeden Fall, dass die New York Jets noch einen verdammt langen Weg vor sich haben. Natürlich erwartet niemand in den nächsten Jahren Wunder. Diese sind ja wie bereits oben erwähnt seit nunmehr 50 Jahren ausgeblieben, aber zumindest Playoff Luft sollte in absehbarer Zeit wieder möglich sein. Schließlich möchte man auch Stadtintern nicht zu weit hinter die New York Giants zurückfallen. Denn wenn zuletzt die Augen von New Yorker Football Fans wie der Broadway leuchteten, dann waren es jene der Giants Fans.

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