Portraits

Peyton Manning – The Sheriff

Peyton manning – the sheriff

Über 18 Jahre lang verbreitete er angst und schrecken unter den Verteidigungen der NFL. Er hält nahezu jeden Quarterback-Rekord, gewann zwei Super Bowls und prägte eine ganze Ära. Mit seinem 200. Karriere-Sieg beendete er auf den Thron seine Karriere. Peyton Manning gewann am 07.02.2016 seinen zweiten Super Bowl.

Name: Peyton Manning
Position: Quarterback
Nummer: 18
Geburtstag: 24.03.1976
Geburtsort: New Orleans, Louisiana
Größe: 1,96 Meter
Gewicht: 104 kg
College: University of Tennessee
NFL Draft: 1998 – Runde: 1 – Pick: 1
Teams: 1998 – 2011 – Indianapolis Colts
2012 – 2015 – Denver Broncos

NFL Karriere:

2 x Super Bowl Champion (XLI, L)
1 x Super Bowl MVP (XLI)
5 x NFL MVP (2003, 2004, 2008, 2009, 2013)
14 x Pro Bowl (1999, 2000, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2012, 2013, 2014)
7 x First-Team All-Pro (2003, 2004, 2005, 2008, 2009, 2012, 2013)
3 x Second-Team All-Pro (1999, 2000, 2006)
1 x NFL Comeback Player Of The Year (2012)
4 x NFL Passing Touchdowns Leader (2000, 2004, 2006, 2013)
3 x NFL Passing Yards Leader (2000, 2003, 2013)
NFL 2000s All-Decade Team
Die Nummer 18 wird bei den Indianpolis Colts nicht mehr vergeben

NFL Rekorde:

Meisten Passing Touchdowns (Karriere) – 539
Meisten Passing Yards (Karriere) – 71.940
Meisten Passing Touchdowns (Saison) – 55 (2013)
Meisten Passing Yards (Saison) – 5.477 (2013)
Meisten Siege (mit Playoffs) – 200
Meisten Spiele mit 300 + Yards – 93
Meisten Passing Touchdowns in einem Spiel – 7 (2013 gleich)
Meisten Spiele mit einem Passing Ratinger höher als 105 – 97
Meisten Spiele mit einem Perfekten Passer Rating 158,3 – 5
Meisten Spiele mit 80 + % angekommener Pässe – 19
Meisten Saisons mit 350 + angekommener Pässe – 10
Meisten Game-Winning Drives – 56
Meisten Comeback Siege – 45
Meisten Spiele mit 4 + Touchdown Passes – 25
Meisten Saisons mit 4.000 + Yards – 14 (1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2012, 2013, 2014)
Meisten NFL MVP Awards – 5 (2003, 2004, 2008, 2009, 2013)

„I’ve fought a good fight. I’ve finished my football race and after 18 years, it’s time. God bless all of you and God bless football.“ Mit diesen Worten beendete Peyton Manning seine Rede in der er seinen Rücktritt bekannt gab. Am 07.03.2016 sehen wir einen emotionalen Peyton der mit sich selbst im Reinen zu sein scheint. Er versucht seine Emotionen zu kontrollieren, schließlich war er auf dem Feld auch nie jemand der aus Emotionen heraus gehandelt hat. Stets konzentriert, professionell und analysierend, mit dem Streben nach Perfektion.

Seine Reise in der NFL startete am 18.04.1998. Die Indianapolis Colts wählten Manning in der 1. Runde als ersten Draft Pick. Sicherlich hatten die Colts Erwartungen, doch was Peyton Manning der Stadt Indianapolis und den Colts zurück gab, war mehr als sich Jim Irsay (Eigentümer der Colts) an jenen 18.04.1998 je erträumt hatte. Wer waren die Colts 1998? Sie hatten die Spielzeit zuvor mit 3 – 13 beendet und schafften es in den letzten 20 Jahren gerade mal drei Spielzeiten in die Playoffs. In den 14 Jahren von Manning verfehlten sie lediglich drei mal die Playoffs. Darunter Mannings Rookie-Saison und 2011 wo er verletzungsbedingt pausieren musste.

Schon bevor Manning in die NFL kam war der Name ein Begriff. So spielte sein Vater Archie Manning selbst 13 Jahre (1971 – 1984) lang unter anderem für New Orleans, Houston und Minnesota in der NFL. Bekanntermaßen haben Archie und seine Frau ihre drei Jungs Cooper, Peyton und Eli stets unterstützt. So durfte auch schon in jungen Jahren, Archie das außergewöhnliche Talent seines „Mittleren“ nicht entgangen sein. Sicherlich ist es fatal zu behaupten, das Peyton heute der Mann ist der er ist, aufgrund seiner von klein auf besonderen Förderung durch ehemalige NFL Spieler. Natürlich scheint es oft bei Reportagen als wäre bereits im College klar gewesen das Peyton Manning als einer der größten Quarterbacks aller Zeiten in die Geschichtsbücher ein gehen wird. So ist es aber nicht, er musste hart dafür Arbeiten und war auch bereit dazu.

Nach zwei Nackenoperationen 2011 wurde Manning von den Colts entlassen. Die Colts, welche als erstes beim Draft 2012 wählen durften, wollten diese Chance nutzen um einen Neuaufbau zu starten. Manning, der eine Bonuszahlung von 28 Millionen Dollar für die kommende Saison zu erwarten hätte, war plötzlich zu teuer, zu alt und zu riskant aus Sicht der Colts. Dies führte zu sehr viel Unverständnis, angesichts der Leistungen und dem Super Bowl Gewinn 2007.

Er unterschrieb bei den Denver Broncos. Hier spielte Manning 2013 die beste Saison die jemals ein Quarterback gespielt hat. Mit 55 Touchdown Pässe und 5.477 Yards in einer Saison setzte er neue NFL Rekorde. Sein Team erreichte den Super Bowl, wo man allerdings sang und klanglos gegen die Seattle Seahawks mit 43 – 8 verlor. Die Stimmen wurden wieder laut als man Manning wie schon häufig zuvor vorwarf, bei großen Spielen zu versagen. So gibt es keinen Spieler der besser oder erfolgreicher in der Regular-Season ist als er, während seine Playoff-Statistik alles andere als rosig ausschaut. Zu oft musste er in den wichtigen Spielen den kürzeren ziehen. Zu oft haben Fehler von ihm zu Niederlagen in der Primetime der Saison geführt.

Dann kam dieses letzte Jahr 2015. Man kann die Karriere von Peyton drehen und wenden wie man es möchte. Trotz der 18 Jahre in der NFL war das letzte sein wichtigstes. Aufgrund seines Alters und der vielen Verletzungen schien es schon zu Beginn der Saison als habe Väterchen Zeit längst an seiner Tür geklopft. In den ersten 10 Spielen warf Manning gerade mal 9 Touchdown Pässe und 17 Interceptions. Gemessen an seinen Standards eine Katastrophe. Dennoch schafften es die Bronocs aufgrund einer herausragenden Defense 8 dieser Spiele zu gewinnen. Um Peyton Zeit zu geben sich mental zu sammeln und auch ein paar Verletzungen aus zu kurieren, wurde er durch den Backup Brock Osweiler ersetzt. Sogar mit Osweiler schaffte es Denver als bestes Team der AFC in die Playoffs. In den Playoffs kehrte Manning wieder zurück. Man merkte das es nicht mehr der alte Peyton war aber er schaffte etwas was nur sehr wenige können. Er tat das was er noch konnte. Er managte seine Offense und versuchte nicht den großen Pass zu werfen.

Am Ende waren es einfache, kontrollierte Pässe, ein funktionierendes Running Game und eine unglaubliche Verteidigung die Denver nicht nur in den Super Bowl brachten sondern sogar die favorisierten Carolina Panthers 24 – 10 schlagen lies. Am Ende war Der, der Jahre lang seine Mannschaften getragen hat, derjenige, welcher von seinen Kameraden über die Ziellinie getragen wurde. So geht Manning als zweifacher Super Bowl Champion in den Ruhestand und konnte durch diesen letzten Titel mit seinen Kritikern ein stückweit friede schließen. Er hat seine Missionen bei den Colts, als auch bei den Broncos erfüllt. Egal was man von Peyton Manning halten mag, seine Leistungen sind nicht zu verkennen. Er geht als einer der Größten aller Zeiten und dieser kleine Artikel vermag es nicht mal im geringsten anzukratzen oder aufzugzeigen was Peyton Manning für diesen Sport getan und bedeutet hat.

„Thank you! God bless you, Sir!“

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