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Rock ´N´Roll In Kansas City

Rock ´N´Roll In Kansas City

Mit einem überragenden 33 – 10 über den amtierenden Super Bowl Champion aus Denver haben die Kansas City Chiefs nicht nur die Postseason perfekt gemacht und die Playoff-Hoffnungen der Denver Broncos endgültig zunichte gemacht, nein sie haben auch einmal mehr unterstrichen das mit ihnen dieses Jahr zu rechnen ist! Unter dem Deckmantel das niemand sie auf der Rechnung hatte, in einer starken AFC West Division rund um die Raiders (13 – 3) und Denver Broncos (Super Bowl Champion) sind sie spätestens seit den starken Auftritten gegen die Raiders ein heißer Kandidat in der AFC. Doch was steckt hinter diesen Chiefs?

potenzial Abruf in 3…..2…..1…..

Kansas besitzt schon seid Jahren eine ordentliche Verteidigung. Doch die letzten Jahre hatte man immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Hierbei musste vor allem der Offensivbereich immer wieder Rückschläge hinnehmen. Sinnbild hierfür ist Jamal Charles, der letzte Saison und dieses Jahr insgesamt gerade mal 8 Spiele bestritt. Ein zugezogener Kreuzbandriss hat den viermaligen Pro Bowl Runningback stark zurückgeworfen. Doch anders als in den letzten Jahren hat man dieses Jahr einen breiteren Kader. Ausfälle können dieses Jahr sowohl im Offensiv als auch im Defensivbereich besser kompensiert werden.

Runningback Ersatz Spencer Ware hat bereits 921 Yards Raumgewinn erlaufen. Hinzukommt ein Rookie Wide Receiver der nicht nur 547 Yards gefangen, sondern auch noch 252 Yards im Laufspiel gut gemacht hat. Bis dato stehen insgesamt 9 TD’s für Tyreek Hill auf dem Konto. Außerdem dürfen wir eine atemberaubende Saison von Tight End Travis Kelce miterleben. Der 27 jährige, 1,98 Meter große Hüne ist oft kaum zu bremsen. Dies unterstrich er auch Montagnacht als er gegen eine starke Denver Verteidigung 160 Yards und 1 TD zum Sieg beitrug. Man wirkt gut ausbalanciert in der Offensive, ohne die ganz großen Nummern zu reisen, aber eben genug um punktgenau die wichtigen Meter zu machen. Zu erwähnen ist hierbei auch Quarterback Alex Smith. Smith ist bekannt für seine Variabilität. Kein reiner Pocket-QB sondern hat auch eine gewisse Dynamic die er immer wieder für Läufe einsetzt. Was jedoch das bemerkenswerte an Smith ist, er schwimmt immer etwas unter dem Radar der Top QB, obwohl er nur ganz wenig spielentscheidende Fehler zulässt.

In den letzten drei Jahren lag er stets innerhalb der Top 10 wenn es um die Passquote geht. Auch seine Interceptions in den letzten Jahren lassen sich sehen. In Kansas hat er nie mehr als 7 in einer Saison geworfen. Aktuell steht er wieder bei 7. Wer einen ruhigen Gamemanager sucht, ist bei Alex Smith gut aufgehoben. Auch wenn er nicht über die spektakulärste Spielweise verfügt, so erinnert seine Saison doch etwas an die von Joe Flacco (QB, Baltimore Ravens) 2012, welche letztlich mit dem Gewinn des Super Bowls endete.

Hungrige Defense

Wenn man vom Abrufen des Potenzials spricht, muss man auch unbedingt die Defensive einbinden. Kansas City lässt zwar viele Yards pro Spiel zu, doch nur ganz wenig Punkte. 18,9 Punkte pro Spiel sind NFL Rang 5! Das spricht für eine außergewöhnlich starken Red Zone Defense. Head Coach Andy Reid hat es geschafft, eine Verteidigung zu formen die Mental und Physisch sehr stark ist und immer da ist, wenn es drauf ankommt.

Kein Team der Liga erzeugt mehr Turnover, als die Chiefs-Defense! Mit 16 Interceptions, 15 Fumbles und somit 31 Takeaways liegt man knapp vor den Oakland Raiders (29). Als Beispiel kann man hier den Jungen Marcus Peters hervorheben. Er zählt bereits mit 23 zu den besten Cornerbacks der Liga. Insgesamt vertraut man auf eine recht junge Secondary, was sich allerdings nicht als zu jung oder unerfahren herausgestellt hat. Eher kann man es als die jungen Wilden beschreiben.

Sicherheit erhalten sie hier vor allem aus dem Bereich der Linebackers. Was sehr ungewöhnlich ist, ist das gerade die Erfahrenen Justin Houston (27, LOLB) oder Altmeister Tamba Hali (33, ROLB) nicht mal so als individuelle Spieler hervorstechen. Während sie die letzten Jahre vor allem als Schlüsselspieler mit starken individuellen Werten auf sich aufmerksam machten, ist es dieses Jahr eher das komplette System das bei Kansas überzeugt. Die Arbeit wird auf viele unermüdliche Schultern verteilt. Es ist also nicht einfach nur das Kansas City gut spielt, sondern man hat das Gefühl, als will diese Mannschaft mittlerweile mehr sein, als nur ein Team das um die Playoffs kämpft. Man hat das Gefühl, das man es dem Gegner so unangenehm wie möglich machen möchte um letztlich sein Spiel durchzusetzen.

Auch das erinnert etwas an die Baltimore Ravens von 2012. Auch diese hatte damals niemand auf dem Zettel, ehe sie nach Foxborough kamen und die favorisierten Patriots mit 28 – 13 in die Schranken wiesen. Anschließend folgte der Super Bowl Triumph über die San Francisco 49ers. Jene San Francisco 49ers, wo Alex Smith damals seinen Stammplatz an Colin Kaepernick verlor und im Super Bowl nur zuschauen durfte. Dies nagt sicherlich an Smith. Möchte man in den Super Bowl, so muss man es offensichtlich den Ravens gleich tun und ebenfalls in Foxborough die Patriots schlagen. Zumindest deutet alles nach aktuellem Stand darauf hin. Der große Unterschied zu den letzten Jahren, dieses Jahr traue ich es ihnen auch tatsächlich zu!

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