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Saison 2017 – Tops & Flops

Saison 2017 – Tops & Flops

Hinter uns liegt die NFL Saison 2017. Packend und spannend bis zum Schluss. Am Ende beförderten sich die Philadelphia Eagles in den Olymp. Mit einem 41 – 33 gegen die New England Patriots setzte sich das Team der NFC East durch.

Jedes Jahr gibt es einige Themen, die zum Saisonabschluss lobend erwähnt werden sollten. Jede Saison bietet seine eigenen Tops & Flops. So auch diese Spielzeit.

Top

Underdogs

Was man wirklich sehr erwähnen muss ist die Tatsache, wie sich die sogenannten Underdogs in dieser Spielzeit geschlagen haben. Nicht nur, dass mit den Eagles ein Team den Super Bowl gewonnen hat, welches nur sehr wenige auf der Rechnung hatten. Auch andere Franchises spielten, teilweise überraschend, eine sehr starke Saison.

Schaut man sich die Überraschungsteams der Playoffs an, dann zeigt diese Tabelle deutlich, dass einige hier schon länger nicht mehr im Januar spielen durften. Eine tolle Geschichte für diese Saison:

FranchiseBilanzEndergebnisLetzte Playoff-Teilnahme
Tennessee Titans10 – 8 – 0Niederlage in der AFC Divisional RoundSaison 2008
Buffalo Bills9 – 8 – 0Niederlage in der AFC Wild Card RoundSaison 1999
Jacksonville Jaguars12 – 7 – 0Niederlage im AFC Championship GameSaison 2007
New Orleans Saints12 – 6 – 0Niederlage in der NFC Divisional RoundSaison 2013
Los Angeles Rams11 – 6 – 0Niederlage in der NFC Divisional RoundSaison 2004
Minnesota Vikings14 – 4 – 0Niederlage im NFC Championship GameSaison 2015
Philadelphia Eagles16 – 3 – 0Super Bowl LII ChampionSaison 2013

Also insgesamt sieben Teams welche es in die Playoffs schafften und dabei Hochgehypte Franchises wie die Baltimore Ravens, Houston Texans, Oakland Raiders, Dallas Cowboys, Seattle Seahawks oder Green Bay Packers verdrängten. Ein ganz klares Plus für diese Liga. Auch wenn viele Fans lieber den „großen“ zusehen, zeigt es doch, dass diese Liga ungemein eng beieinander liegt. Ein klares Plus!

Cindarella-Story-2017 – Nick Foles Führt Eagles Zum Super Bowl Sieg

Vom Back-Up Quarterback zum Super Bowl Helden! Eine Geschichte die nicht vielen zu Teil wird. Nick Foles (29, QB, Eagles) ist jedoch einer dieser wenigen. Für mich die Cinderella Geschichte der diesjährigen Saison.

Nach dem Saison aus von Superstar Carson Wentz (25, QB, Eagles) war für die meisten die Saison der Eagles schon gelaufen. Dann kam Nick Foles! Er führte mit einer perfekten Playoff-Leistung sein Team nicht nur in den Super Bowl, sondern zum Sieg. Zuvor galt man in jedem Spiel als der glasklare Außenseiter. Am Ende strafte Foles alle mit überragenden Leistungen.

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Entsprechend begehrlich wird der Super Bowl M.V.P. sein. Die Eagles werden ihn nicht halten können, da er definitiv sein Glück als Starter versuchen möchte. Aufgrund des jedoch ebenfalls hervorragend spielenden Wentz, wird man bereit sein Foles abzugeben. Billig wird es hierbei jedoch nicht werden. Philadelphia möchte mindestens einen 2. Runden Pick im diesjährigen Rookie Draft.

Nick Foles Super Bowl m.V.P. Statistik
NamePositionTeamPassquoteYardsTDINTRateRec.Rec. YardsTD
Nick FolesQBPhiladelphia Eagles65.12 %37331106.1111

Tom Brady Wird Ältester M.V.P.

Freilich wäre es Tom Brady (40, QB, Patriots) lieber gewesen er hätte die M.V.P. Auszeichnung aus dem letzten Spiel der Saison davongetragen, aber man kann eben nicht alles haben. Trotz seiner 40(!) Jahre führte der Megastar seine New England Patriots einmal mehr in den Super Bowl. Nach konstant starken Leistungen in der Regular Season wurde er folgerichtig zum M.V.P. der diesjährigen Saison gewählt. Damit ist Brady der älteste Spieler der diese prestigeträchtige Errungenschaft erreicht.

Warum es ein Top ist? Ganz einfach, weil die Liga immer stärker wird und immer mehr von jedem einzelnen Spieler abverlangt. Während man in anderen Sportarten mit 30 bereits zum „Alten Eisen“ gehört, zeigt Brady, dass man auch mit 40 noch stark spielen kann. Dies sollte anderen Spielern auf seiner Position Mut machen nicht schon verfrüht das Playbook in die Ecke zustellen.

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Tom Brady M.V.P. Statistik
NamePostionTeamBilanzPassquoteYardsTDINTRate
Tom BradyQBNew England Patriots13-3-066.274.577328102.8

Flops

Catch Rule

Auch dieses Jahr wurde wieder heiß diskutiert über mögliche Catches und Entscheidungen der Referees. Eine Tatsache die nichts Neues mehr ist. Sicherlich hat die NFL in den letzten Jahren schon etwas mehr dafür getan es den Leuten halbwegs verständlich zu machen ob es ein Catch war oder nicht, aber auch diese Saison lies oftmals Spielraum für Entscheidungen.

Ein Catch kann oftmals Spiele entscheiden. So also auch eine Entscheidung der Refeeres. Während hierzulande viel über den Videobeweis im Fußball gesprochen wird, ist auch der Videobeweis der NFL nicht völlig in der Lage Fehler abzustellen. Obwohl dort bereits seit vielen Jahren die Technik herangezogen wird, ist es oftmals für die Zuschauer nicht ganz nachzuvollziehen, wieso Entscheidungen getroffen werden, wie sie getroffen wurden. Anders als es jedoch im Fußball ist, wird in den USA ganz anders öffentlich darüber diskutiert.

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Die Catch Rule ist an vielen Stellen so klar geregelt, wie es in der Praxis oft unklar erscheint. Aufgrund der individuell zu prüfenden Gegebenheiten bringen Woche für Woche Entscheidungen mit sich, die allen Anschein nach per Münzwurf entschieden werden.

Favoriten Hype In Der Offseason

Vor einer Saison werden viele Mannschaften sehr gehypt. Aufgrund der Offseason Aktivitäten der New England Patriots wurde bereits im Vorfeld von einer Perfect Season berichtet. Am Ende muss man in einer 15 – 4 – 0 Bilanz und Super Bowl Niederlage der bitteren Wahrheit ins Auge blicken.

Auch die Dallas Cowboys wurden vielerorts vor der Saison bereits als der kommende Super Bowl Champion gehandelt. Eine neue Ära sollte durch die letztjährigen Super-Rookies Dak Prescott (24, QB) und Ezekiel Elliott (22, RB) eingeleitet werden. Letzterer saß eine empfindliche sechs Spiele Sperre ab, welche für sein Team in einer Katastrophe endete. Mit einer Bilanz von 9 – 7 – 0 verpasste man knapp die Playoffs.

Um eine weitere Mannschaft zu nennen, welche die Erwartungen komplett verfehlte waren die Oakland Raiders. Nach einer starken Saison 2016, wurde man auf der Suche nach potenziellen Super Bowl Siegern immer wieder mit den Raiders konfrontiert. Fast schon penetrant wurde einem Oakland als Super-Team 2017 aufgedrängt. Die tatsächliche Bilanz war jedoch mehr als ernüchternd. Nur 6 Siege aus 16 Spielen!

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Verletzte Superstars

Fast schon gewohnt ist man es, dass sich jedes Jahr mehrere Superstars verletzen. Teilweise auch sehr schwer. Dieser Sport bringt ein großes Risiko mit sich. Daher würde dieser Punkt wohl bei 9 von 10 Saisons einen Platz unter den Flops verdienen. Deswegen scheue ich mich trotzdem nicht ihn hier aufzuführen. Denn es ist nun mal so, dass wir Fans und Zuschauer die besten Spieler bei ihrer Arbeit zusehen wollen.

Einen großen Namen muss man sich erst mal erarbeiten. Erarbeiten tut man sich diesen mit konstant guten Leistungen. Es sind also nicht nur die entsprechenden Teams von den Ausfällen ihrer Super bzw. Megastars betroffen, sondern im Grunde nach jeder einzelne Fan. Sicherlich ist es für die eigene Mannschaft gut wenn der beste Receiver des Gegners ausfällt aber eine Woche später wenn es gegen dem Divisionskonkurrenten geht, könnte er sehr gerne wieder dabei sein.

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Irgendwo sind wir nicht nur Fans von diesem Sport aufgrund der eigenen Lieblingsmannschaft und Ergebnisse, sondern eben vom Produkt insgesamt. Daher tun Ausfälle wie folgende auf einer schier unendlich fortsetzbaren Liste von vielen Megastars sehr weh:

SpielerTeamPositionVerletzung
Aaron RodgersGreen Bay PackersQBSchulter
J.J. WattHouston TexansDESchienbeinkopfbruch
David JohnsonArizona CardinalsRBHandgelenk
Odell Beckham Jr.New York GiantsWRGebrochener Knöchel
Julian EdelmanNew England PatriotsWRKreuzbandriss
Richard ShermannSeattle SeahawksCBAchillessehnenriss

Wie gesagt diese Liste enthält „nur“ ein paar ganz große Megastars. Die Liste ist noch wesentlich länger. Interessant wird allerdings die Vergabe des nächstjährigen Comeback Player Of The Year Award werden. Um diesen abzusahnen, muss man ja fast schon M.V.P. werden.

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