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San Francisco 49ers – Warum Jetzt Alles Ganz Schnell Gehen Kann

San Francisco 49ers – Warum Jetzt Alles Ganz Schnell Gehen Kann

Der Name San Francisco steht einfach für Kult. Unabhängig vom Sport ist die Küstenstadt am Pacific ein wahrer Touristenmagnet. Bereist man den Westen der USA gehört ein Trip in die bunteste Stadt der USA einfach dazu. Doch auch sportlich hat San Francisco einiges zu bieten. Vor wenigen Wochen holten sich die Golden State Warriors den dritten NBA Titel innerhalb der letzten vier Jahre. Eine Dynasty wie man es nur selten im Sport erlebt. Auch die San Francisco Giants holten in den letzten acht Jahren ebenfalls drei World Series und gehören somit zu den besten Baseball-Teams der letzten Jahre. Einzig die San Francisco 49ers hinken etwas hinterher.

Genug Vom Verlieren

Eine ähnliche Dynasty, wie es die Warriors in der NBA derzeit haben, hatten die 49ers in den 80ern und 90ern in der NFL. Man war mehr oder weniger Dauergast in den Playoffs und gewann in einem Zeitraum von 14 Jahren ganze fünf Super Bowls! Dies führte dazu, dass man sich Weltweit einen Kultstatus erarbeitete. Seither waren die 49ers nie wirklich über eine längere Zeit ganz weg vom Fenster. Das man auch mal schwierige Jahre durchlebt, kennt jede Franchise.

Eine Durststrecke von acht Saisons ohne Playoffs wurde dann mit drei guten Runs in den Playoffs am Anfang der Dekade belohnt. 2012 verpasste man einen erneuten Super Bowl Sieg nur knapp, als man gegen den Baltimore Ravens mit 34 – 31 unterlag. Nun hat man vier Jahre hinter sich, in denen man das Team komplett neu aufbauen musste. Und trotzdem zieht der Name 49ers immer noch große Spieler an die Westküste.

Der Umbruch ging für viele ungemein schnell von statten. Jetzt ist man in einer Phase in der es auch tatsächlich ganz schnell gehen kann. Die Weichen wurden in den vergangenen Jahren gut gestellt. Mit John Lynch (46, GM) verpflichtete man einen General Manager der das Team sehr gut umgebaut hat und am Ende möglicherweise das neue Mastermind der NFL werden könnte. Selbst ein herausragender Spieler, hat Lynch stets strategisch und unglaublich souverän agiert.

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Mitte der letzten Saison hat man dann möglicherweise einen Zug getätigt, welcher zu einem der besten in den letzten Jahrzehnten werden könnte. Für einen 2. Runden Draft Pick holte man Jimmy Garoppolo (26, QB) von den New England Patriots. Es gibt nicht wenig die Jimmy G. gerne als Nachfolger Tom Brady’s (41, QB) bei den Pats gesehen hätten. Doch nach einer starken Leistung Anfang der vorletzten Saison als er in Bradys Abwesenheit die Patriots zu zwei Siegen über die Arizona Cardinals (23 – 21) und Miami Dolphins (34 – 24) führte, war Garoppolo plötzlich im Fokus von vielen Teams.

Man hatte vom Verlieren einfach genug, weshalb man sich zu diesem Schritt entschloss. In all seinen fünf Starts für die 49ers blieb der neue Spielmacher ungeschlagen! Zum Zeitpunkt von Garoppolos erstem Start hatte man eine Bilanz von 1 – 10 – 0! Danach beendete man die Saison mit fünf Siegen in Folge! Drei Siege kamen hierbei sogar gegen spätere Playoff Teams wie den Tennessee Titans (25 – 23), Jacksonville Jaguars (44 – 33) und Los Angeles Rams (34 – 13).

Starke Offseason Bestätigt Fortschritt

Es wäre untertrieben, wenn man sagt, dass Jimmy Garoppolo für neue Euphorie in der Bay Area gesorgt hat. Somit war es auch verständlich, dass man seinen auslaufenden Vertrag schnell verlängern wollte. Der Spieler wird für seine Verlängerung aber auch fürstlich entlohnt. Sein neuer fünf Jahres Vertrag bringt ihm $ 137.500.000 ein! Ein neuer Rekord für jemanden, der noch nicht mal eine halbe Saison als Starter spielte.

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Trotzdem war es ein notwendiger Schritt. Lynch wusste, mit all der Euphorie und Hype den der Spieler ausgelöst hat, kann er auch andere große Spieler verpflichten. Somit holte man in dieser Offseason ordentlich Spieler. Der größte Name ist sicherlich Richard Sherman (CB, 30). Sherman ist nicht einfach nur der wohl beste Defensive Back der vergangenen Jahre, sondern ihn vom Divisionskonkurrenten der Seattle Seahawks los zu eisen hat für ordentlich Respekt im Business gesorgt.

Dies war mehr als nur ein Ausrufezeichen. So schaffte man es weiter, sein Team zu verstärken ohne dafür die Spieler stark überzubezahlen. Schließlich besitzt man auch immer noch einen Restspielraum von $ 46.000.000 zur Gehaltsobergrenze. Wenn die 49ers wollen würden, könnten sie also noch locker Spieler verpflichten. Aber auch hier, muss man den Offiziellen der Franchise Tribute zollen. Anstatt blind Spieler zu verpflichten, geht man hier geschickt vor. Auch in der kommenden Offseason sind wieder Spieler auf dem Markt. Es würde mich also nicht wundern, wenn man auch da den ein oder anderen dicken Fisch an Land ziehen würde.

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Die Schritte in dieser Offseason zeigen auf jeden Fall den Fortschritt. Wenn eines der größten Quarterback Talente sich für deine Franchise entscheidet und ein Publikumsliebling wie Sherman kurzerhand das Trikot für den Rivalen tauscht, befindet man sich mehr als nur auf einen guten Weg. Mit der entstandenen Situation wie sie nun in San Francisco ist, kann es mal ganz schnell gehen. Zwar ist das Team anders aufgebaut wie zu jener Zeit die Seahawks vor gut sechs Jahren, doch wie schnell es gehen kann hat Seattle vorgemacht. Innerhalb kürzester Zeit katapultierte man sich an die Spitze der Liga.

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