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Tampa Bay Buccaneers – War Es Das Schon Wieder Gewesen?

Tampa Bay Buccaneers – War Es Das SChon Wieder Gewesen?

Seit ihrem Super Bowl Sieg 2002 haben sich die Tampa Bay Buccaneers nicht mehr häufig mit Ruhm bekleckert. Überwiegend blickte man in den vergangenen Jahren auf negative Saisons zurück. 2014 konnte man sogar nur zwei Mal Gewinnen. Entsprechend krempelte man das Team komplett um. Die Früchte sollte man dann in der Zukunft tragen, dazu ist es aber bislang noch nicht gekommen.

Aufbauphase Vorbei

Nach dieser besagten Saison mit lediglich zwei Siegen, wollte man einen Umbruch starten. Dementsprechend war man auch mit der Folgesaison bei nunmehr sechs Siegen zufrieden. Auch als man wiederum ein Jahr später mit 9 – 7 – 0 das erste Mal seit sechs Spielzeiten wieder eine positive Bilanz vorweisen konnte, war dies ein Erfolg. Man verpasste zwar knapp die Playoffs aber man hatte das Gefühl in die richtige Richtung zu gehen. Innerhalb von zwei Jahren aus einem zwei Siege Team einen Playoff-Kandidaten zu machen ist sicherlich nicht die schlechteste Ausbeute.

Klar, dass man für die letzte Saison dann auch wirklich die Playoffs als Ziel ausgegeben hatte. Der Kader hatte sicherlich auch ordentlich Potenzial um das Ziel zu erreichen. Trotzdem machte das Team mehr Rückschritte als Fortschritte. Mit einer Bilanz von 5 – 11 – 0 wurden die Playoffs klar verfehlt. Somit fragen sich nicht wenige, ob es das nun schon wieder mit den Buccaneers gewesen war?

Unabhängig der Spieler, welche man in der aktuellen Offseason verloren oder geholt hat, schaut man sich den Kader der Bucs an, dann sieht man eine sehr gute Mannschaft. Quarterback Jameis Winston (24) hat unglaublich viel Potenzial und befindet sich auch erst in seiner vierten Spielzeit. Hier erwarte ich für die kommende Saison nochmals einen ordentlichen Schub. Freilich muss Winston weiterhin noch viel lernen. Schaut man sich jedoch seine Leistungen an, dann kann man erkennen, dass er wesentlich reifer geworden ist. Das heißt, weiterhin Spielpraxis und Erfahrungen sammeln.

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Unterstützt wird er in der Offensive von seinem besten Passempfänger. Wide Receiver Mike Evans (24) ist ein Ausnahmespieler. Für seine 1,96 Meter ist er sehr schnell und beweglich. Ein ganz großes Plus sind nicht nur seine starken Hände, sondern seine Körperbeherrschung. Hier konnte Evans schon öfters in der Vergangenheit Freund und Feind überraschen.

Doch trotz dieser beiden hervorragenden Spieler ist die Offensive weiter ausbaufähig. Hier lässt die Franchise eine gewisse Tiefe auf den einzelnen Positionen vermissen. Um es in die Playoffs zu schaffen, wird man mehr als nur zwei Spieler benötigen. Zumal man letzte Saison auch nicht auf die Verteidigung bauen konnte.

Verteidigung – Unter Druck Nicht Leistungsfähig

Nach dem Langezeit die Verteidigung zur Achillesferse der Buccaneers ernannt wurde, schaffte man es 2016 sie zu stabilisieren. Auch letzte Saison präsentierte man sich oftmals überdurchschnittlich. Was aber bisweilen fehlt, ist eine klare Konstanz. Leistungen temporär abzurufen ist zu wenig. Genau das ist auch eines der Probleme der Verteidigung. In einem Spiel hält man die New England Patriots bei 19 Punkten. Im nächsten Spiel lässt man 38 Punkte gegen angeschlagene Arizona Cardinals zu.

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Erwähnen möchte ich auch, dass es bei der Offensive der Bucs nicht anders ist. Diese zwei Gesichter machen es verdammt schwer die Leistungen des gesamten Teams einzuordnen bzw. einschätzen zu können. Ein großer Punkt an dem definitiv gearbeitet werden muss, ist die Tatsache, dass man in Drucksituationen nicht die nötigen Nerven hat. Die Verteidigung zählt in Drucksituationen zu den schlechtesten der Liga.

Bei 3rd Down Versuchen für den Gegner hat man die schlechteste Quote! So liegt die Quote, dass der Versuch des Gegners beim Dritten Versuch gelingt bei 48,15 %. Dieser Wert ist der schlechteste von allen 32 Teams! Der Vorletzte zum Vergleich sind die Indianapolis Colts mit 44.70 %. Also liegen fast 3,5 % zwischen den beiden Schlusslichtern. Dies hört sich nicht viel an. Stimmt, viel ist es auch nicht aber die Kluft zum Führenden in dieser Liste ist fast unglaublich.

Die Minnesota Vikings stellen bei dieser Statistik die beste Verteidigung. So lag die Erfolgsquote gegen die Vikings bei gerade mal 28,00 %! Also 20 % weniger im Vergleich zu den Bucs. Dies zeigt, woran es wirklich hapert. Es nützt nichts, wenn man die ersten beiden Versuche verhindert, um dann im Dritten alles her zu schenken. Auf Dauer macht dich das auch als Spieler mürbe. Wenn man stets kurz davor ist den Drive zu beenden und es dann wieder nicht schafft, nagt das auch an der eigenen Moral.

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Schafft es also die Mannschaft etwas konstanter zu werden und besser mit Drucksituation umgehen zu können, dann sehe ich das Team aus Florida auf Playoff-Kurs. Schafft man es hingegen nicht, diese gravierenden Problematiken in den Griff zu bekommen, dann wird auch 2018 nicht viel erfolgreicher als die vergangenen Jahre werden. Ich bin gespannt in welchem Gewandt sich die Franchise 2018 präsentieren wird.

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