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Warum Tun Sich Die Arizona Cardinals So Schwer?

Warum Tun Sich Die Arizona Cardinals So Schwer?

Zum Auftakt der Saison verloren die Arizona Cardinals nach gutem Beginn gegen die Detroit Lions relativ klar mit 23 – 35. Obwohl das Team aus Arizona bereits seit Jahren eine starke Mannschaft hat, reichte es nie für den Super Bowl. Warum tun sich die Cardinals so schwer?

Gute Individualisten

Schaut man sich den gesamten Kader der Cards an, dann fällt einen auf, das man auf nahezu jeder Position, egal ob Offensive oder Defensive richtig stark besetzt ist. Langezeit wurde die Verteidigung der Cardinals sehr gefürchtet. Unter anderem weil sich Spieler wie Aaron Rodgers (33, QB, Packers) an der starken Defense die Zähne ausbissen. Prunkstück war vor allem die überragende Passverteidigung.

Mit Patrick Peterson (27, CB) hat man einen der allerbesten Cornerbacks der gesamten Liga in den eigenen Reihen. Auf der Safety Position besitzt man mit Tyrann Mathieu (25, FS) einen Pro Bowler der unglaublich viel Potenzial hat. Mathieus Problem ist schlicht und einfach seine Verletzungsanfälligkeit. Noch nie konnte der Draufgänger eine Saison ohne Verletzung zu Ende spielen.

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Unterstützt werden die beiden von ihren zwei starken Linebacker. Karlos Dansby (35, MLB) ist einer der erfahrenste Spieler im Kader und auch der verlängerte Arm von Defensiv Coordinator James Bettcher (39, DC). Um Druck auf den gegnerischen Quarterback zu erzeugen hat man Chandler Jones (27, OLB) in den eigenen Reihen.

Jones sammelte in den letzten zwei Spielzeiten sage und schreibe 23.5 Sacks, Verteidigte fünf Pässe, fing eine Interception und erzeugte acht Fumbles! Das sind absolute Topwerte und zeigen wie variabel der Spieler ist. Genauso groß wie die Namen der Verteidigung, fehlt es auch in der Offensive nicht an Waffen.

Alt, Älter, Cardinals

Mit Quarterback Carson Palmer (37, QB) besitzt man mehr als nur einen soliden Spielmacher. Palmer wird zwar nicht mehr die Form seiner Top-Saison von 2015 erreichen, zählt aber trotzdem zu den besseren seiner Zunft. Ähnlich wie bei Palmer ist es für Larry Fitzgerald (34, WR). Der Publikumsliebling ist vielleicht nicht mehr der jüngste und schnellste, aber man hat vergangenes Wochenende gesehen, das für Larry noch nichts vorbei ist. Er wirkt immer noch fit und gut austrainiert. Seine Catches können in jedem Spiel den Unterschied machen.

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Sein Pendant auf der Runningback Position ist David Johnson (25, RB) der Mann von der University of Northern Iowa gehört zu den besten Offensivspielern der gesamten Liga. In den letzten zwei Jahren wurde er immer mehr zum Mittelpunkt der Offensive. Die abgelaufene Saison beförderte Johnson letztlich komplett in den Football Olymp. Kaum ein Spieler sah so oft den Ball wie Johnson. 80 Receptions und 293 Laufversuche sprechen für sich. Das ergibt 23,31 Berührungen mit dem Ball, pro Spiel!

Eine Menge Arbeit die Johnson bereit war abzuliefern. Aber am Ende hat eben das Schicksal wieder zugeschlagen! Johnson fällt mindestens bis Thanksgiving, eher bis Weihnachten aus. Also fast die gesamte Saison! Ein herber Schlag für Arizona. Dennoch hat man auch noch andere Spieler denen ich zutraue groß aufzuspielen. Vielleicht nicht exakt wie David Johnson aber zumindest das ein oder andere Mal für Furore sorgen.

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Zeitpunkt Verpasst?!

Angesichts dieser absoluten Ausnahmekönner, was ist nun das Problem der Arizona Cardinals? Zum einen muss man den altersdurchschnitt Hervorheben. Viele der von mir aufgezählten Schlüsselspieler sind bereits über ihren Zenit oder reichen dort heran. Das Fenster für den „Eisernen Thron“ wurde in den letzten Jahren rapide kleiner und somit kann man fast nur noch hoffen das es doch mal gelingt. Für meine Begriffe bemühen sich die Cards zu wenige für einen guten Übergang. In den kommenden ein- zwei bis drei Spielzeiten werden viele Schlüsselspieler wegbrechen.

Bruce Arians (64, HC) ist ein alter Haudegen der eig. wissen sollte, wie es funktioniert. Seid seiner Verpflichtung 2012 schafften es die Cardinals zwei Mal in die Playofffs. Also kann man von der Kompetenz dem Trainerstab keinerlei Vorwürfe machen. Interessant ist aber zu sehen, dass die Cardinals unter Arians sehr viele Probleme mit Verletzungen haben.

Fünf Spieler befinden sich bereits nach der ersten Woche auf der Injury Reserve Liste. Ein Bild welches man nur zu gut in den Reihen der Cardinals kennt. Ich schätze, das immer wieder diese Rückschläge, gepaart mit den alten Leistungsträger am Ende das große Problem ist. Arizona hat bzw. hatte in den letzten Jahren immer viel Potenzial aber wird es offensichtlich nicht schaffen eine Super Bowl Mannschaft zu formen.

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In den Jahren als man es hätte schaffen können oder vielleicht sogar müssen, gab es immer ein Team welches am Ende besser war. Nun hinkt man dem ganzen sichtlich hinterher, weshalb auch 2017 kein Jahr zum Feiern in Arizona wird. Zugegeben, lasse ich mich gerne eines besseren belehren aber so Leid es mir tut und so gern ich es der Franchise gönnen würde, glaube ich nicht mehr an einen Super Bowl für Palmer, Fitzgerald, Dansby oder Arians!

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